ROUNDUP/Merkel: Auch Versand von FFP2-Masken an Risikogruppen geplant

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die vom Bund finanzierten FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im neuen Jahr auch zugeschickt werden können - um Schlangen beim Abholen in Apotheken zu vermeiden. Auf eine Frage der FDP, ob ein Versand angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht besser gewesen wäre, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag: "Das wird in einem zweiten Schritt auch geschehen."

Die am Dienstag gestartete Abgabe von zunächst drei kostenlosen Masken in Apotheken habe - mit Ausnahmen - im Großen und Ganzen gut geklappt. "Wir standen vor der Frage, vor Weihnachten nichts zu tun oder dies zu tun", erläuterte Merkel. Der Rest der Masken solle im Januar aber auch anderweitig verteilt werden. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erläuterte, dass für eine geplante zweite Stufe der Masken-Verteilung im neuen Jahr auch eine Belieferung durch Versandapotheken vorgesehen sei.

Als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe hat der Bund die Ausgabe der Masken für diesen Winter beschlossen - das sind bis zu 27 Millionen Menschen. Im ersten Schritt können über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen. Im zweiten Schritt können diese Menschen ab 1. Januar weitere zwölf Masken erhalten. Dafür sollen sie von der Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs Masken bekommen - vorgesehen ist ein Eigenanteil von je 2 Euro für je sechs Masken.

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz. Den Bund kostet die Aktion rund 2,5 Milliarden Euro.