ROUNDUP: Maschinenbauer Gea wird pessimistischer für Jahresergebnis

dpa-AFX

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Gea muss nach einem schwächer als erwartet verlaufenen dritten Quartal erneut zurückrudern. "Hinsichtlich des operativen Jahresergebnisses erwarten wir, eher am unteren Rand unseres Prognosekorridors abzuschließen", sagte Vorstandschef Jürg Oleas am Freitag laut Mitteilung. Die Spanne reicht von 600 bis 640 Millionen Euro. Bereits zum Halbjahr hatte Gea die Ergebnisprognose gesenkt. Der Umsatz soll 2017 weiterhin moderat wachsen.

Die im MDax notierte Aktie legte im frühen Handel dennoch um 1,51 Prozent zu. Commerzbank Analyst Sebastian Growe bezeichnete die Zahlen in einer ersten Einschätzung als eher schwach. Grund für die nun pessimistischere Einschätzung bei der Prognose sei ein maues Servicegeschäft, was sich so auch im vierten Quartal fortsetzen dürfte.

Im dritten Quartal musste der Maschinenbauer Zusatzkosten für Abfüllanlagen in Höhe von etwa 14,5 Millionen Euro verbuchen. Dadurch stieg das um Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lediglich um 7 Prozent auf 120,5 Millionen Euro, was deutlich weniger war als Analysten erwartet hatten. Unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um 9,5 Prozent auf 43,4 Millionen Euro, was ebenfalls weniger war als erhofft.

Der Umsatz legte um 2,7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro zu. Impulse kamen dabei vor allem aus der Milchindustrie. Der Auftragseingang sank belastet von Wechselkurseffekten um 2,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Während auch hier die Nachfrage bei Kunden aus der Milchproduktion oder der Lebensmittelindustrie hoch war, gingen die Aufträge aus der Chemie- und Pharmabranche zurück.

Bei Gea hatte erst vor wenigen Wochen der aktivistische Investor Paul Singer seinen Anteil auf gut 3 Prozent ausgebaut. In der Regel versucht Singer nach einem Einstieg, Einfluss auf die Unternehmensstrategie zu nehmen. Singer hatte in der jüngsten Vergangenheit mit seinem Hedgefonds Elliott vermehrt Anteile an europäischen Unternehmen erworben, wie etwa einen Anteil an Stada und der niederländischen Akzo Nobel .