ROUNDUP: Johnson sagt Reise nach Indien wegen Corona-Situation ab

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LONDON (dpa-AFX) - Wegen der Corona-Lage in Indien hat der britische Premierminister Boris Johnson einen für Ende April geplanten Besuch in dem asiatischen Land abgesagt. Stattdessen würden Johnson und sein indischer Kollege Narendra Modi noch in diesem Monat miteinander sprechen, "um ehrgeizige Pläne für die zukünftige Partnerschaft zwischen Großbritannien und Indien" zu vereinbaren und ins Leben zu rufen, teilte die britische Regierung am Montag in London mit. "Sie werden darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt bleiben und freuen sich darauf, sich später in diesem Jahr persönlich zu treffen."

In Indien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt erneut gestiegen. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock kündigte an, Indien auf eine "rote Liste" zu setzen. Reisende, die von Freitag an aus dem Land in Großbritannien eintreffen, müssen die vorgeschriebene zehntägige Quarantäne auf eigene Kosten in einem Hotel verbringen.

Britische Wissenschaftler hatten Johnson dazu aufgerufen, auf die viertägige Reise, die am 25. April beginnen sollte, zu verzichten. Sie warnen vor einer zuerst in Indien entdeckten Virus-Variante, die sich derzeit ausbreite. In Großbritannien wurden nach Angaben vom Sonntag bisher 77 Fälle dieser B.1.617 genannten Variante entdeckt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sie ansteckender als die bisher bekannten Varianten sei oder nicht auf Impfstoffe reagiere, hatte ein Kabinettsmitglied am Sonntag gesagt.