ROUNDUP: IT-Spezialist Secunet rechnet 2022 mit Einbußen - Aktie rutscht ab

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ESSEN (dpa-AFX) - Beim IT-Sicherheitsdienstleister Secunet <DE0007276503> Security Networks <DE0007276503> sind die Jahre mit zum Teil hohen Wachstumsraten offenbar erst einmal vorbei. Wegen einer nicht mehr ganz so schwungvollen Nachfrage nach mobilen Arbeitsplätzen kündigte der Konzern am Freitagabend in Essen an, dass er im kommenden Jahr mit einem Umsatzrückgang rechnet. An der Börse führte dies zu einem Ausverkauf bei dem zuletzt stark gestiegenen Papier.

Das Management rechnet 2022 mit einem Umsatz von rund 320 Millionen Euro sowie mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um die 50 Millionen Euro. 2021 peilt der Konzern einen Umsatz von rund 330 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von etwa 59 Millionen Euro an - und damit das achte Jahr in Folge deutliches Wachstum. Zum Vergleich: 2013, als der Erlös zum letzten Mal gefallen war, setzte das Unternehmen lediglich 64 Millionen Euro um und erzielte dabei einen operativen Gewinn von knapp vier Millionen Euro.

Da der Rückenwind durch die Corona-Krise, in der viele Menschen von daheim arbeiteten, nachlasse, dürfte sich das Produktgeschäft etwa mit Lizenzen, Wartung und Support 2022 auf dem hohen Niveau des laufenden Jahres stabilisieren. Zudem steckt Secunet reichlich Geld in neue Technologien und neue Mitarbeiter.

Die vor allem seit Ausbruch der Pandemie stark gestiegene Secunet-Aktie knickte am Montag in der ersten Handelsstunde um bis zu 22 Prozent auf 445 Euro ein. Sie fiel damit wieder auf das Niveau von Anfang November zurück, das sie vor Bekanntgabe der Quartalszahlen innehatte. Vor knapp einer Woche war die seit September im SDax <DE0009653386> gelistete Aktie infolge der positiv aufgenommenen Ergebnisse der ersten neun Monate auf 608 Euro geklettert.

Trotz der Verluste nach der Mitteilung vom Freitagabend liegt der Kurs noch rund 220 Prozent über dem Niveau von Ende 2019. Damit gehört das Papier immer noch zu den größten Gewinnern im SDax, dem Index für kleine und mittlere Nebenwerte. Das Unternehmen gehört der Giesecke+Devrient GmbH, die etwas mehr als 75 Prozent der Aktien hält.

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