ROUNDUP: Infineon nimmt dank Chipnachfrage weiteres Wachstumsjahr ins Visier

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NEUBIBERG (dpa-AFX) - Der Halbleiterhersteller Infineon <DE0006231004> erwartet auch für das kommende Geschäftsjahr steigende Umsätze und Ergebnisse. "Das Jahr 2022 wird ein starkes Jahr", erklärte der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss. Der Konzern profitiert derzeit von der boomenden Nachfrage nach Chips. Die Trends rund um Elektrifizierung sowie Digitalisierung, etwa in der Automobilbranche, sorgen für volle Auftragsbücher. CO2-Reduzierung und der Wunsch, Dinge intelligent zu machen und sicher zu vernetzen, seien zudem wichtige Trends in allen Branchen, so Ploss.

Das alles soll sich auch weiter positiv bei Infineon niederschlagen: So dürfte der Umsatz 2021/22 (per Ende September) im mittleren Zehnerprozentbereich steigen, wie der Konzern am Dienstag vor seinem am Nachmittag stattfindenden Investorentag mitteilte. Auch die operative Marge (Segmentergebnis) soll zulegen auf rund 20 Prozent. Dabei geht Infineon von höheren Investitionen von 2,4 Milliarden Euro aus. Die mittelfristigen Wachstumsziele wurden bestätigt, die unter anderem ein Wachstum von mindestens 9 Prozent über den Zyklus vorsehen.

Die Ziele für das kommende Jahr lägen über den gegenwärtigen Konsensschätzungen der Analysten, notierte Sandeep Deshpande von der US-Investmentbank JPMorgan. Infineon sei zudem dafür bekannt, eher konservativ zu prognostizieren, weswegen der Analyst durchaus Spielraum für eine Erhöhung des Ausblicks im Geschäftsjahresverlauf sieht. Der Markt reagierte zunächst positiv, die Aktie legte zu Handelsbeginn um eineinhalb Prozent zu auf 34,49 Euro, nachdem sie in den vergangenen Tagen im Zuge einer Korrektur bei vielen Technologiewerten deutlich abgerutscht waren. Zum Vergleich: Mitte September hatten sie noch 38,50 Euro gekostet.

Die Prognosen für das gerade zu Ende gegangene Geschäftsjahr dürfte das Unternehmen unterdessen erreicht haben. Infineon bestätigte anhand vorläufiger Zahlen die Erwartungen für 2020/21: Einen Umsatz von rund 11 Milliarden Euro, eine Segmentergebnis-Marge von mehr als 18 Prozent bei Investitionen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro.

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