ROUNDUP: Industriestimmung im Euroraum trübt sich deutlich ein

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LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im September deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit gab zum Vormonat um 2,8 Punkte auf 58,6 Zähler nach, wie Markit am Freitag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Ein erstes Resultat wurde leicht nach unten revidiert. Zwar zeigt der Indikator mit mehr als 50 Punkten Wachstum an. Die Dynamik hat sich in den vergangenen Monaten aber spürbar verlangsamt.

Viele Unternehmen litten unter Lieferproblemen, erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Die Engpässe sorgten in weiten Teilen der Eurozone für erhebliche Störungen. Die Unternehmen hätten gar vom größten Ausmaß an Verzögerungen seit fast einem Vierteljahrhundert berichtet - und es gebe keine Anzeichen für eine baldige Besserung. Die Gründe liegen in zahlreichen Problemen im Welthandel, die sich überwiegend auf die Corona-Krise zurückführen lassen.

Zunehmende Versorgungs- und Transportprobleme seien von den Befragten nicht nur als ein wesentliches Hemmnis für Produktion und Nachfrage genannt worden, sie hätten auch die Preise weiter in die Höhe getrieben. Folglich bleibe der Inflationsdruck hoch, erklärte Markit.

In den vier größten Euroländern trübte sich die Stimmung durchweg ein, am deutlichsten jedoch in Deutschland. Am höchsten liegen die Indikatoren derzeit in Österreich, den Niederlanden und Irland. Griechenland liegt mit 58,4 Punkten auf dem Niveau Deutschlands.

Die Daten im Überblick:

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Region/Index September Prognose Vorläufig Vormonat

EURORAUM

Industrie 58,6 58,7 58,7 61,4

DEUTSCHLAND

Industrie 58,4 58,5 58,5 62,6

FRANKREICH

Industrie 55,0 55,2 55,2 57,5

ITALIEN

Industrie 59,7 59,5 --- 60,9

SPANIEN

Industrie 58,1 58,2 --- 59,5°

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