ROUNDUP: IG Metall Küste setzt Warnstreiks fort - Höhepunkt am Freitag

dpa-AFX

HAMBURG (dpa-AFX) - Die IG Metall Küste hat ihre ganztägigen Warnstreiks in Norddeutschland am Donnerstag fortgesetzt und in sechs Betrieben mit 16 000 Beschäftigten die Produktion lahmgelegt. Allein bei Daimler in Bremen legten 12 000 Beschäftigte für einen Tag die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft in Hamburg mitteilte. Bei Mercedes in Hamburg traten 2200 Metaller in den Warnstreik. Dazu kamen kleinere Betriebe im nordwestlichen Niedersachsen und in Schleswig-Holstein. "Die ganztägigen Warnstreiks laufen hervorragend", sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. "Mit jedem Tag zeigen wir den Arbeitgebern, dass wir den Druck aus den Betrieben weiter steigern können."

Am Freitag, dem dritten und letzten Tag der 24-Stunden-Warnstreiks, stehen mehrere Produktionsstätten des Flugzeugbauers Airbus und seiner Zulieferer im Mittelpunkt der Warnstreiks. Außerdem will die IG Metall Küste die Werften TKMS in Kiel, Neptun in Rostock und Meyer in Papenburg bestreiken. Insgesamt seien an der Küste 14 Betriebe mit 30 000 Beschäftigten zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Damit erreicht die Warnstreikwelle im Norden ihren vorläufigen Höhepunkt. Erstmals wird auch Mecklenburg-Vorpommern einbezogen, wo neben der Neptun-Werft auch Caterpillar in Rostock bestreikt wird.

Bereits am Vortag hatten mehr als 4000 warnstreikende Metaller zehn Betriebe im Norden für 24 Stunden lahmgelegt. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld sowie einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit, unter bestimmten Bedingungen mit einem Zuschuss des Arbeitgebers. Die Arbeitgeber gehen gerichtlich gegen die Warnstreiks vor, wollen die bislang erfolglosen Verhandlungen jedoch fortsetzen. Einen neuen Verhandlungstermin gibt es noch nicht. Die IG Metall Küste verhandelt für 140 000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem nordwestlichen Niedersachsen.