ROUNDUP: In Frankreich stehen die Zeichen auf Aufschwung

dpa-AFX

PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich mehren sich die Hinweise auf einen robusten Aufschwung. Im November erreichte die Stimmung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone den besten Wert seit fast zehn Jahren. Der Indikator für das Geschäftsklima stieg um 2 Punkte auf 111 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag mitteilte. Damit erreichte der Indikator den höchsten Wert seit Januar 2008. Außerdem wurden starke Daten zum Produzentenvertrauen und zur Stimmung der französischen Einkaufsmanager gemeldet.

Volkswirte wurden von der positiven Entwicklung im November überrascht. Sie hatten damit gerechnet, dass der Indikator für das Geschäftsklima im November bei 109 Punkten stagniert. Im September hatte er bei 110 Punkten gelegen. Das Insee-Geschäftsklima ist der wichtigste Stimmungsindikator für die Unternehmen in Frankreich. Es werden etwa 4000 Firmen befragt.

Eine positive Entwicklung zeigte sich auch beim Produzentenvertrauen, das enger gefasst ist als das Geschäftsklima. Hier verharrte der entsprechende Indikator laut der Statistikbehörde Insee für November auf 112 Zählern und damit auf dem höchsten Stand seit Ende 2007. Volkswirte hatten beim Produzentenvertrauen einen Wert von 111 Punkten erwartet.

Deutlich besser als erwartet zeigten sich Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager, die an den Finanzmärkten stark im Fokus stehen und vom britischen Forschungsinstitut IHS Markit ermittelt werden. Hier stieg der Indexwert für den Bereich Industrie von 56,1 auf 57,5 Zähler, während die Experten nur 55,9 Punkte erwartet hatten. Im Bereich Dienstleistungen stieg der Indikator auf 60,2 Punkte, nach zuvor 57,3 Zähler.

Die Werte für die Stimmung der Einkaufsmanager liegen deutlich über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Sie deuten damit auf ein weiter deutliches Wirtschaftswachstum in Frankreich hin.

Die Stimmung in der französischen Wirtschaft befindet sich seit Anfang 2015 tendenziell im Aufwind. Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft seit kürzerem ebenfalls spürbar besser. Allerdings leidet die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone weiter unter einer vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit.