ROUNDUP: Europa- und China-Geschäft treibt Jungheinrich an

dpa-AFX

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich sieht sich angesichts eines starken Europa-Geschäfts im dritten Quartal weiter im Aufwind. Kräftigen Antrieb verspürt das Unternehmen auch aus China. Dank der Entwicklung liege das Unternehmen "voll im Plan", seine im Sommer erhöhte Prognose für 2017 zu erreichen, sagte Finanzvorstand Volker Hues bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Dienstag in Hamburg.

An der Börse sorgten die Nachrichten für ein reges Auf und Ab: Nach anfänglichen Kursverlusten ging es für die Jungheinrich-Vorzugsaktien am Vormittag mit 0,65 Prozent ins Plus auf 38,955 Euro. Damit gehörten die Papiere zu den stärksten Werten im Mittelwerteindex MDax . Seit Jahresbeginn haben die Aktien bereits mehr als 40 Prozent an Wert gewonnen.

Während es bei Jungheinrich aufwärts geht, hatte Rivale Kion im Oktober seine Umsatz- und Gewinnziele für 2017 kappen müssen. Dem Wiesbadener Unternehmen macht ein milliardenschwerer Zukauf zu schaffen. Bei dem US-Konzern Dematic, mit dessen Übernahme Kion im vergangenen Jahr in das Geschäft mit Logistik-Systemlösungen eingestiegen war, läuft es schlechter als erwartet.

Bei Jungheinrich folgte das Geschäft im Sommer hingegen der jüngst angehobenen Prognose. So erzielte der Konzern mit einem Umsatz von 827 Millionen Euro knapp 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Auftragseingang zog um gut 8 Prozent auf 846 Millionen Euro an. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 11 Prozent auf 60 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb mit knapp 41 Millionen Euro sogar 20 Prozent mehr übrig als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit diesem Anstieg gerechnet, beim Ebit jedoch etwas mehr erwartet.

Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Auftragseingang von 3,45 bis 3,55 Milliarden Euro an. Der Umsatz soll 3,35 bis 3,45 Milliarden Euro erreichen. Das Ebit soll eher am oberen Ende der Spanne von 250 bis 260 Millionen Euro herauskommen.