ROUNDUP/China: Erste Stimmungsindikatoren für August liefern gemischte Signale

dpa-AFX

PEKING (dpa-AFX) - Die ersten Stimmungsdaten aus der chinesischen Wirtschaft für den Monat August zeigen ein gemischtes Bild. Während ein Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager in Industriebetrieben überraschend zulegte, zeigten offizielle Regierungsdaten einen Stimmungsdämpfer bei Dienstleistungen. Unterm Strich stehen die Stimmungsindikatoren aber weiter deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Punkten und deuten damit auf Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hin.

In den großen und staatlichen Industriebetrieben des Landes hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im August überraschend aufgehellt. Damit könnte sich die zuletzt eher schwache Industrieproduktion wieder bessern. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,3 auf 51,7 Punkte, wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 51,3 Punkte gerechnet.

Im Juli hatte Chinas Industrieproduktion noch geschwächelt und war nicht so stark gestiegen wie von Experten erhofft. Das Wachstum fiel zudem auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr. Der Ausstoß der Industrieunternehmen legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent zu. Im Juni war die Produktion noch um 7,6 Prozent geklettert.

Ein anderes Bild zeigte sich beim August-Stimmungsindikator für den Bereich Dienstleistungen. Hier meldete das Statistikamt einen Rückgang um 1,1 Punkte auf nur noch 53,4 Zähler.

Experte Dirk Gojny von der National-Bank sprach von "durchwachsenen Konjunkturdaten" aus China. Die aktuellen Kennzahlen aus dem Dienstleistungsgewerbe seien enttäuschend ausgefallen.

Am Freitag veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin Caixin seinen Indikator für die Stimmung in der chinesischen Industrie. Dieser erfasst vor allem kleinere und mittlere sowie private Betriebe. Hier gehen Experten aktuell von einem leichten Rückgang aus. Der Caixin-Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie dürfte aber ebenfalls weiter über der Expansionsschwelle von 50 Punkten liegen.