ROUNDUP: Batterie-Hersteller Varta nimmt neuen Anlauf für die Börse

dpa-AFX

ELLWANGEN (dpa-AFX) - Der Batterie-Hersteller Varta wagt einen neuen Anlauf für die Börse. Die Notierung des Anteilsscheins an der Frankfurter Wertpapierbörse solle noch im laufenden Jahr erfolgen, teilte die Varta AG am Mittwoch in Ellwangen mit. Der Gang aufs Parkett soll etwa 150 Millionen Euro im Zuge einer Kapitalerhöhung in die Kasse spülen. Das Geld will das Unternehmen in den Ausbau der Produktionskapazitäten stecken, hauptsächlich in Deutschland.

Varta hat weltweit rund 2000 Mitarbeiter, davon 800 im baden-württembergischen Ellwangen. Produktionsstätten gibt es auch in China, Indonesien und Rumänien, wie eine Sprecherin sagte. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge Marktführer für Hörgerätebatterien, spürt aber auch eine starke Nachfrage nach Batterien für schnurlose Kopfhörer oder andere sogenannte Wearables. Zudem werden Energiespeicher hergestellt.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Varta einen Umsatz von etwa 214 Millionen Euro. Das Geschäft mit klassischen Batterien (Consumer Batteries) und Autobatterien (Automotive Batteries) mit dem Markennamen Varta liegt in der Hand anderer Unternehmen mit unterschiedlichen Eigentümern.

Die Varta AG ist die Muttergesellschaft, die an die Börse gehen soll. Ihre Alleinaktionärin ist die Montana Tech Components AG, die laut Mitteilung Aktien aus ihrem Bestand abgeben will. Die endgültige Größe und der genaue Termin dieser Platzierung stehen noch nicht fest. Zusätzliche Papiere für eine eventuelle Mehrzuteilung in Höhe von bis zu 15 Prozent werden ebenfalls durch den Altaktionär bereitgestellt.

Hinter Montana Tech Components steckt der österreichische Investor Michael Tojner. Das Unternehmen will auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionär bleiben. Die angestrebte Streubesitzquote liegt bei rund 40 Prozent. Der Batteriehersteller wollte bereits im vergangenen Jahr an die Börse, verschob den Gang aufs Parkett dann aber mit Verweis auf ein ungünstiges Marktumfeld.