ROUNDUP/Apothekerverband: Gutscheinversand für FFP2-Masken läuft schleppend

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Gutscheinversand für FFP2-Masken für Menschen über 60 und chronisch Erkrankte läuft nach Einschätzung des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) nur schleppend an. "Es fragen Kunden in den Apotheken nach: "Wo bleiben die Gutscheine?"", sagte die stellvertretende Verbandssprecherin Ursula Sellerberg am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es fragten auch immer wieder Kunden nach, ob sie noch einmal kostenlose Masken bekommen könnten, weil sie noch keine Gutscheine bekommen hätten.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte, es zu ermöglichen, dass ein Maskenkauf später durch einen Gutschein erstattet wird. Die Ansteckungsgefahr sei jetzt am höchsten, erklärte Vorstand Eugen Brysch.

Der Bund hatte die Ausgabe der verstärkt schützenden FFP2-Masken für diesen Winter für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe beschlossen - das sind bis zu 27 Millionen Menschen. In einem ersten Schritt im Dezember vergangenen Jahres sollten Betroffene drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Ab 1. Januar sollten sie von der Krankenkasse Gutscheine für zweimal je sechs Masken mit einem Eigenanteil von jeweils 2 Euro bekommen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilte mit, die Auslieferung der Gutscheine durch die Bundesdruckerei sei vergangene Woche gestartet. Nun seien die Krankenkassen selbst für das Umpacken und Versenden an die Versicherten verantwortlich.

Die Techniker-Krankenkasse versandte nach eigenen Angaben bisher etwa 20 Prozent der Gutscheine. Bei der Barmer-Krankenkasse sind nach deren Angaben ein Drittel der bestellten Voucher geliefert worden. Die Krankenkassen rechnen damit, dass sich die Aktion bis in den Februar hinein zieht. Die privaten Kassen würden bis Ende dieser Woche rund 1,2 Millionen Briefe an die Versicherten versendEn, so ein Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV).

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz. Den Bund kostet die Aktion rund 2,5 Milliarden Euro.