ROUNDUP/Aktien New York: Stabilisierung nach Vortagesverlusten

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Vortagesverlusten hat sich die Wall Street zum Wochenschluss stabilisiert. Von US-Präsident Joe Biden geplante Steuererhöhungen hatten am Donnerstag für Verluste gesorgt. Am Freitag verzeichneten alle wichtigen Aktienindizes wieder Gewinne.

Der Dow Jones Industrial <US2605661048> legte um 0,55 Prozent auf 34 001,78 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es um 0,85 Prozent auf 4170,22 Zähler nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> stieg um 0,88 Prozent auf 13 883,12 Zähler.

Investoren wägen nun laut Experten die Auswirkungen höherer Steuern gegenüber den positiven Effekten ab, die die mit den Konjunkturprogrammen einhergehenden Investitionen in die US-Infrastruktur bringen. Die weiter lockere Geldpolitik stützt die Aktienkurse in der Nähe ihrer Rekordhochs. Die in einigen Teilen der Welt rasant steigenden Corona-Zahlen dämpfen aber die Stimmung.

Aktienseitig richteten sich die Blicke auf Intel <US4581401001>. Die Papiere des Chipkonzerns rutschten um mehr als sechs Prozent ab und waren damit der mit Abstand schwächste Wert im Dow. Gesunkene Umsätze im Geschäft mit Rechenzentren und ein scharfer Rückgang der Bruttogewinnmargen als Signal von Marktanteilsverlusten verdarben den Anlegern die Laune.

Derweil griffen die Anleger bei anderen Chipherstellern beherzt zu. So verzeichneten die Papiere von Xilinx <US9839191015> und AMD <US0079031078> Gewinne von mehr als vier Prozent. Denn generell profitiert die Branche von globalen Halbleiter-Engpässen, die unter anderem Autobauern schwer zu schaffen machen.

American Express <US0258161092> steigerte zwar den Gewinn zu Jahresbeginn kräftig, der Umsatz aber sank deutlich. Der Kreditkartenkonzern litt weiter darunter, dass die Pandemie den internationalen Reiseverkehr lahmlegte, weshalb lukrative Hotel- oder Flugbuchungen wegfielen, die häufig mit Kreditkarten bezahlt werden. Die Papiere von American Express büßten rund zwei Prozent ein.

Unter den weiteren Standardwerten fielen Honeywell <US4385161066> um mehr als zwei Prozent. Der Mischkonzern enttäuschte mit seiner Gewinnprognose für dieses Jahr.

Für die Foto-App Snapchat zahlt sich aus, eine gut funktionierende App für Android-Smartphones zu haben. Die Zahl täglich aktiver Nutzer stieg im vergangenen Quartal deutlich. Dabei griff erstmals mehr als die Hälfte der Nutzer von Telefonen mit dem Google-System auf Snapchat zu, wie die Betreiberfirma Snap <US83304A1060> mitteilte. Die Anteilscheine des Betreibers Snap zogen zu Handelsbeginn stark an und lagen zuletzt noch gut zwei Prozent im Plus.