ROUNDUP/Aktien New York: Schwindende Inflationsbefürchtungen stützen

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NEW YORK (dpa-AFX) - Schwindende Inflationsbefürchtungen haben am Dienstag den US-Aktienmarkt weiter gestützt. Die anfänglichen Gewinne jedoch bröckelten bei allen wichtigen Indizes nahezu komplett ab. Mehrere US-Notenbanker hatten tags zuvor Argumente für eine frühzeitige Straffung der Geldpolitik herunter gespielt, was immer noch nachwirkte.

Im frühen Handel hielt sich der weltweit bekannteste Index, der Dow Jones Industrial <US2605661048>, zuletzt mit 0,02 Prozent im Plus auf 34 401,28 Punkte. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> zeigte sich prozentual unverändert bei 4197,21 Zählern. Der Nasdaq 100 <US6311011026> legte um 0,05 Prozent auf 13 647,83 Zähler zu.

Fed-Gouverneurin Lael Brainard sowie die Fed-Präsidenten in Atlanta und St. Louis, Raphael Bostic und James Bullard, sagten, dass eine höhere Inflationsrate infolge der Erholung von der Corona-Krise nichts Überraschendes sei. Sie bekräftigten jedoch ihre Sicht, dass Preisanstiege wahrscheinlich zeitlich begrenzt sein würden. Bullard fügte hinzu, dass er sowohl 2021 als auch 2022 eine Inflation oberhalb des Fed-Ziels von zwei Prozent erwarte.

Der Blick auf Konjunktur- und Stimmungsdaten zeigte ein gemischtes Bild: Daten vom Immobilienmarkt wiesen für März erneut einen Anstieg der Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr vor. Außerdem fielen zwar im April die Verkäufe neuer Häuser - allerdings von einem hohen Niveau aus und zudem weniger deutlich als erwartet. Für den Monat Mai gab es außerdem Verbraucher-Daten des Marktforschungsinstituts Conference Board. Diesem zufolge trübte sich die Stimmung der Konsumenten entgegen den Erwartungen ein.

Unter den Einzelwerten am US-Aktienmarkt stiegen die Anteilscheine von Boeing <US0970231058> an der Dow-Spitze um 2,5 Prozent und profitierten von einer Bestellung für 14 Flugzeuge des Typs 737 Max. Listenpreisen zufolge liegt der Auftragswert bei 1,7 Milliarden Dollar. Die Jets werden normalerweise aber mit Abschlägen verkauft.

Für die Papiere von Walt Disney <US2546871060> ging es im Dow an zweiter Stelle um 1,4 Prozent nach oben. Der Medienkonzern will 100 internationale TV-Sender streichen.

Die Papiere von United Airlines <US9100471096> gewannen 5,2 Prozent. Die Fluggesellschaft ist für das laufende zweite Quartal optimistischer geworden. Sie erwartet nun, dass der Gesamtumsatz je verfügbarer Sitzmeile (TRASM) im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent statt wie bisher prognostiziert um 20 Prozent sinken dürfte.

Im Fokus steht auch der Impfstoffhersteller Moderna <US60770K1079>, der im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine europäische Impfstoffzulassung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren anstrebt. Ein Antrag bei der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam sei Anfang kommenden Monats geplant, sagte Vorstandschef Stéphane Bancel. Die Aktien legten um drei Prozent zu.

Zwischen Verlusten und minimalen Gewinnen schwankten die Aktien von Snap <US83304A1060>, der Entwicklerfirma der populären Foto-App Snapchat. Zuletzt ging es für sie um 0,2 Prozent hoch. Das Unternehmen untermauerte seine Ambitionen im Zukunftsgeschäft mit Computer-Brillen durch einen mehr als eine halbe Milliarde Dollar schweren Zukauf. Übernommen wurde die britische WaveOptics, die Spezialdisplays für eine von Snap entwickelte Brille herstellt, mit der sich digitale Inhalte ins Blickfeld des Nutzers einblenden lassen.

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