ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow im Plus - S&P und Nasdaq leicht im Minus

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Mittwoch einen weiteren Tag in Folge ihre zum Handelsauftakt deutlichen Verluste im Verlauf spürbar verringert. Und auch dieses Mal gelang dem bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 der Sprung ins Plus. Zur Eröffnung hatte vor allem der Ausblick des Software-Giganten Microsoft den Anlegern die Laune verdorben und auch einige andere Großkonzerne hatten mit ihren Geschäftsberichten enttäuscht.

Der Dow beendete den Tag schließlich mit plus 0,03 Prozent auf 33 743,84 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verringerte sein Minus auf 0,02 Prozent und damit auf 4016,22 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 ging mit einem kleinen Abschlag von 0,27 Prozent auf 11 814,69 Punkte aus dem Handel, nachdem er im frühen Geschäft zeitweise zweieinhalb Prozent eingebüßt hatte.

Microsoft US5949181045 und Texas Instruments US8825081040 hatten bereits am Dienstagabend nach US-Börsenschluss über ihre Geschäftsentwicklung im vergangenen Quartal Rechenschaft abgelegt. Die Microsoft-Aktie war dann am Mittwoch zunächst auf den letzten Platz im Dow gerutscht und erholte sich bis Handelsschluss mit minus 0,6 Prozent deutlich. Vor dem Hintergrund einer hohen Inflation und Rezessionssorgen hatte der Softwarekonzern das schwächste Umsatzwachstum seit mehr als sechs Jahren verbucht. Auch die Gewinne gingen deutlich zurück, was insgesamt aber im Rahmen der Erwartungen lag. Enttäuschend fiel allerdings der Ausblick auf das laufende Quartal aus. Insbesondere die angekündigte Verlangsamung des Wachstums in der zuletzt starken Cloud-Sparte Azure vergrätzte die Anleger zeitweise.

Die Anteilsscheine von Texas Instruments gaben an der Nasdaq-Börse um 1,1 Prozent nach. Wegen einer gesunkenen Nachfrage gingen bei dem Chiphersteller Umsatz und Nettogewinn im vierten Quartal 2022 zurück. Das dürfte sich auch im laufenden Quartal fortsetzten, wie Texas Instruments mitgeteilt hatte.

Die Papiere von Boeing US0970231058 drehten nach einem schwachen Start ins Plus und stiegen um 0,3 Prozent. Teure Probleme mit mehreren Flugzeugtypen brockten dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern 2022 das vierte Verlustjahr in Folge ein. Dabei fiel das Minus dieses Mal noch höher aus als im Jahr zuvor. Für die Aktien des Hygieneartikelherstellers Kimberly-Clark US4943681035 ging es nach der Vorlage von Quartalszahlen und einem laut dem Analysehaus Bernstein "enttäuschenden Ausblick" um 1,9 Prozent abwärts. Die Tesla-Papiere US88160R1014 legten vor der nachbörslichen Bekanntgabe von Quartalszahlen leicht zu, während die von IBM US4592001014 leicht nachgaben. Auch das Computerurgestein legt nachbörslich Zahlen vor.

Mit einem Plus von 6,6 Prozent stachen die Papiere des Telekomunternehmens AT&T US00206R1023 positiv hervor. AT&T überzeugte mit einer für 2023 in Aussicht gestellten Steigerung von Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis. Dass der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) wegen hoher Pensionskosten und gestiegener Zinsen sinken dürfte, grämte die Anleger indes ebenso wenig wie die schwache Prognose für den freien Mittelzufluss oder der Milliardenverlust samt der Umsatzstagnation im vergangenen Jahr.

Dass der Medienmogul Rupert Murdoch seinen Unterhaltungskonzern Fox US35137L1052 nun doch nicht wieder mit seiner Verlagsgesellschaft News Corp US65249B1098 zusammenführen will, sorgte bei beiden Werten für deutliche Kursgewinne. Eine Kombination sei zurzeit "nicht optimal" für die Aktionäre, hatte Fox am Dienstag mitgeteilt. Für News Corp ging es an der Nasdaq um 5,7 Prozent hoch und für Fox um 2,5 Prozent.

Der Euro EU0009652759 wurde zum Börsenschluss an der Wall Street mit 1,0916 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0878 (Dienstag: 1,0858) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9193 (0,9210) Euro. Am US-Rentenmarkt stieg der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) zuletzt um 0,18 Prozent auf 115,23 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere fiel auf 3,44 Prozent./ck/nas

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---