ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Freundlich - S&P 500 endet erstmals über 2600

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit leichten Gewinnen haben die US-Aktienmärkte am US-Schnäppchentag "Black Friday" geschlossen. Dabei stellten der S&P 500 und die beiden wichtigsten Indizes an der Computerbörse Nasdaq erneut Bestmarken auf. Dazu trugen die stark gefragten, schwergewichteten Amazon-Aktien bei, die ebenfalls ein Rekordhoch erreichten.

Der Dow Jones Industrial schloss am Freitag 0,14 Prozent höher bei 23 557,99 Punkten. Damit verbuchte der US-Leitindex einen Wochengewinn von 0,86 Prozent. Der marktbreite S&P 500 erreichte im späten Handel ein Rekordhoch von 2604,21 Punkten und endete erstmals über der Marke von 2600 Zählern. Letztlich gewann er 0,21 Prozent auf 2602,42 Punkte. Der Nasdaq 100 schloss mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 6409,29 Punkten und damit nur einen Punkt unter seinem kurz zuvor erreichten Allzeithoch.

Allgemeine Unterstützung erhielten die US-Börsen vom schwächeren US-Dollar, der die im Ausland verkauften Produkte von US-Unternehmen lukrativer machen kann. Nach dem gestrigen "Thanksgiving"-Feiertag endete der Handel bereits um 19.00 Uhr MEZ und damit drei Stunden früher als üblich.

Der "Black Friday" ist für die Amerikaner traditionell ein Brückentag, der sich durch viele Sonderangebote auszeichnet und für den stationären Einzelhandel als Start in die Weihnachtseinkaufsaison gilt. Insofern standen an diesem Freitag vor allem die Aktien von Einzelhändlern im Anlegerfokus. Am "Cyber Monday" drei Tage später locken hingegen traditionell die Internet-Shops die Konsumenten mit vielen Schnäppchenofferten. Beide Tage sind auch wichtige Indikatoren für die aktuelle US-Konsumstimmung.

Die Aktien des weltgrößten Online-Händlers Amazon stiegen in Erwartung guter Feiertagsumsätze um 2,58 Prozent auf 1186,00 US-Dollar und waren damit Spitzenreiter im Nasdaq 100. Im späten Geschäft hatten sie ein Rekordhoch von 1186,84 US-Dollar erreicht und waren damit an der Börse rund 570 Milliarden Dollar wert gewesen. Allein in den vergangenen vier Wochen summiert sich das Kursplus auf mehr als 20 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf gewannen die Amazon-Titel fast 60 Prozent.

Im Amazon-Sog legten die Papiere der Warenhäuser Macy's (+2,1 Prozent), J.C. Penney (+0,6 Prozent) und Kohl's (+1 Prozent) ebenfalls überdurchschnittlich zu.

Vor dem Wochenende stand zudem der weltgrößte Generikahersteller Teva mit Berichten über einen drohenden massiven Stellenabbau im Fokus. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt das hoch verschuldete Unternehmen die Entlassung von mindestens einem Zehntel der US-Belegschaft und sogar einem Viertel der Beschäftigten im heimischen Israel. Die in New York gelisteten Aktien des Unternehmens sprangen im frühen Handel um fast 6 Prozent nach oben. In der Folgezeit bröckelten sie jedoch ab und schlossen "nur noch" 1,6 Prozent fester.

Der Kurs des Euro hielt sich im US-Handel klar über der im späten europäischen Geschäft überwundenen Marke von 1,19 Dollar. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1927 Dollar auf dem höchsten Stand seit zwei Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1877 (Donnerstag: 1,1848) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8420 (0,8440) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen fielen um 5/32 Punkte auf 99 7/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,34 Prozent.