ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Gewinne nach Jobdaten und EZB-Aussagen

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag im frühen Handel zunächst auf hohem Niveau gehalten. Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> stieg nach der ersten Stunde um 0,37 Prozent auf 35 161,64 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 <US78378X1072> rückte um 0,25 Prozent auf 4525,15 Punkte vor und der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> um 0,20 Prozent auf 15 651,71 Punkte.

In den USA hat sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt wieder beschleunigt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - ein Frühindikator für den Jobmarkt - waren im Wochenvergleich überraschend deutlich zurückgegangen.

Auch die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) verarbeiten die Marktteilnehmer: So soll in der Eurozone im vierten Quartal der Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen im Rahmen des Corona-Notprogramms laut EZB zwar "moderat" geringer ausfallen als zuletzt. Doch sowohl das Volumen als auch die Laufzeit bis mindestens Ende März 2022 bestätigten die Währungshüter. Eine mögliche Straffung der ultralockeren Geldpolitik bei einer gleichzeitig nachlassenden Konjunkturdynamik ist derzeit eine der größten Sorgen von Aktionären auf beiden Seiten des Atlantiks. Aktien können im Vergleich zu Anleihen dadurch an Attraktivität einbüßen.

Die wenigen Unternehmensnachrichten stießen auf ein negatives Echo. Die Gamestop-Aktien <US36467W1099> sackten nach enttäuschenden Zahlen um mehr als sieben Prozent ab. Der Videospielhändler hatte für das zweite Quartal zwar dank der Erholung von der Corona-Krise ein Umsatzplus von rund einem Viertel berichtet und konnte den Verlust fast halbieren. Analysten hatten aber mehr erwartet. Gamestop hatte Anfang des Jahres durch außergewöhnliche Kurskapriolen an der Börse Schlagzeilen gemacht.

Die in New York gelisteten Anteilsscheine des chinesischen Internet-Unternehmens Netease <KYG6427A1022> büßten 1,6 Prozent ein. Hier belasteten die anhaltenden Regulierungsbemühungen der chinesischen Führung - zuletzt forderte sie von den heimischen Unternehmen, ihr Gewinnstreben nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen.

Der Autobauer Ford <US3453708600> will seine Produktion von Autos in Indien einstellen und rechnet mit milliardenschweren Belastungen aus dem Umbau. Die Aktien verloren knapp ein Prozent.

Pharmawerte waren abermals schwach. Im Dow belegten Amgen <US0311621009>, Walgreens <US9314271084>, Merck & Co <US58933Y1055> und Johnson & Johnson <US4781601046> die letzten Plätze mit Einbußen von bis zu 2,8 Prozent. An der Dow-Spitze stoppten die Aktien des Sportartikelkonzerns Nike <US6541061031> ihren jüngsten Negativtrend mit plus 1,5 Prozent.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.