ROUNDUP/Aktien New York: Geringe Verluste vor den Weihnachtsfeiertagen

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor Weihnachten ist die Luft an den US-Aktienmärkten erst einmal raus. Nachdem die Steuerreform beschlossene Sache ist und - nicht überraschend - in der Nacht zum Freitag eine finanzielle Lahmlegung der US-Regierung vorerst erneut verhindert wurde, zeigten sich die wichtigsten Indizes vor den Weihnachtsfeiertagen nur wenig verändert. Auch von den aktuellen Wirtschaftsdaten gingen keine richtungsweisenden Impulse aus, zumal einige erfreuten, andere jedoch enttäuschten.

Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,10 Prozent auf 24 757,26 Punkte nach. Am Montag noch hatte der US-Leitindex - wie die anderen Indizes auch - ein Rekordhoch erreicht. Auf Wochensicht legt er aktuell ein halbes Prozent zu.

Der S&P 500 verlor am Freitag ebenfalls 0,10 Prozent und sank damit auf 2681,82 Punkte. An der Nasdaq, wo der Composite-Index zu Wochenbeginn erstmals die 7000-Punkte-Hürde überwunden hatte, wurden ebenfalls Kursrückgänge verbucht. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es zuletzt um 0,15 Prozent auf 6463,24 Punkte abwärts.

Unter den Einzelwerten sorgte der Sportartikelhersteller Nike für Ernüchterung unter den Anlegern. Die Aktien büßten am Dow-Ende rund 3 Prozent ein. Zwar übertraf der Adidas-Konkurrent mit seinem Bericht zum zweiten Geschäftsquartal die Erwartungen, doch der Ausblick kam nicht gut an. Zwar seien die Ziele für das Gesamtgeschäftsjahr 2017/18 bekräftigt worden, "doch nun wird ein deutlich schwächer als erwartetes drittes Quartal in Aussicht gestellt und ein umso besseres viertes", monierte ein Analyst.

Weiter aufwärts ging es hingegen für die A- und C-Aktien von Liberty Global an der Nasdaq. Im Auswahlindex nahmen die Papiere des US-Kabelnetzbetreibers die Spitzenplätze ein mit jeweils plus 3,5 Prozent. Was tags zuvor noch Spekulation war, wurde nun offiziell bestätigt: Die Deutsche Telekom baut ihr Geschäft in Österreich aus und übernimmt das Kabelnetz UPC Austria von Liberty Global. Die Sparte mit ihren 654 000 Kunden wird mit rund 1,9 Milliarden Euro bewertet.