ROUNDUP/Aktien New York: Dow unbeeindruckt von Trumps Veto-Drohung im Plus

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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Wall Street hat am Mittwoch Gewinn eingefahren. Mit einem Plus von 0,75 Prozent im frühen Handel auf 30 240,92 Punkte ließ sich der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> von der Veto-Drohung von Präsident Donald Trump gegen das vom Kongress beschlossene Corona-

Konjunkturpaket nicht irritieren. Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten hatten unter dem Stich kaum einen erkennbaren Einfluss auf das Börsenbarometer, das sich bereits am Dienstag ungeachtet von Verlusten über der viel beachteten Marke von 30 000 Punkten behauptet hatte.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> gewann bislang 0,47 Prozent auf 3704,43 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026> ging es indes um 0,23 Prozent auf 12 687,78 Punkte nach unten.

Die Umsätze nehmen nun auch in New York vor Weihnachten ab. Am Donnerstag, den 24. Dezember, wird noch einmal gehandelt, die Börsen schließen aber drei Stunden früher als sonst.

Unternehmensseitig stand die Medizinbranche im Fokus. Bei Biontech <US09075V1026> und Pfizer <US7170811035> hielt sich die Begeisterung der Anleger über die Lieferung von zusätzlichen 100 Millionen Dosen ihres Corona-Impfstoffs an die US-Regierung in Grenzen: Während die in New York gelisteten Anteilscheine des Mainzer Unternehmens nach der jüngsten Schwäche weitere 3,2 Prozent einbüßten, ging es für die Titel seines US-Partners diesmal um 1,4 Prozent hoch.

Die Aktien von Merck & Co <US58933Y1055> legten um 0,8 Prozent zu. Der Pharmakonzern erhält von der US-Regierung bis zu rund 365 Millionen US-Dollar für die mögliche Lieferung von 60 000 bis 100 000 Dosen eines Medikaments gegen die Lungenkrankheit Covid-19 an die US-Regierung. Allerdings ist das Mittel noch nicht zugelassen.

Die Titel von Supernus Pharmaceuticals <US8684591089> sprangen um rund 16 Prozent hoch. Das Unternehmen erreichte in einer fortgeschrittenen klinischen Studie mit seinem Medikamentenkandidaten gegen ADHS bei Erwachsenen den sogenannten primären Endpunkt, also das Hauptziel der Studie.

Einen weiteren Dämpfer gab es dagegen für die Aktionäre des Elektro-Lkw-Herstellers Nikola <US6541101050> mit einem Minus von fast zehn Prozent. Grund ist eine Auftragsstornierung seitens des US-Entsorgungsunternehmens Republic Services über 2500 batteriebetriebene Müll-Lastwagen.

Im Dow setzten sich Finanztitel an die Spitze. American Express <US0258161092>, Goldman Sachs <US38141G1040> und JPMorgan <US46625H1005> gewannen jeweils um die 2,8 Prozent.