ROUNDUP/Aktien New York: Anleger lassen es etwas ruhiger angehen

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem starken Vortag haben es die Anleger am New Yorker Aktienmarkt am Freitag etwas gemächlicher angehen lassen. Der Dow Jones Industrial rückte bislang um 0,14 Prozent auf 24 305,49 Punkte vor. Am Donnerstag hatte der Leitindex erstmals die runde Marke von 24 000 Punkten übersprungen. Es war bereits die fünfte Tausenderschwelle in diesem Jahr. Sein Rekord steht bei 24 327,82 Zählern.

Der marktbreite S&P 500 notierte zuletzt mit plus 0,04 Prozent auf 2648,51 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 dagegen gab um 0,18 Prozent auf 6353,94 Punkte nach. Die Vortageserholung nach dem Ausverkauf der Tech-Werte zur Wochenmitte erweist sich also erst einmal als wenig nachhaltig.

In den USA hatte sich die Stimmung in der Industrie im November zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel um 0,5 Punkte auf 58,2 Zähler. Bankvolkswirte hatten mit 58,3 Punkte gerechnet. Der viel beachtete Frühindikator befindet sich aber trotz des neuerlichen Rückgangs auf hohem Niveau. Weiterhin liegt er klar über der Schwelle von 50 Punkten und deutet damit auf eine wachsende Industrieproduktion hin.

Die Hoffnung auf ein baldiges Durchwinken der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump bekam über Nacht einen Dämpfer. Der US-Senat hatte überraschend seine Abstimmung über die Steuerpläne auf Freitag verschoben. Am Markt wurde dies als Zeichen gewertet, dass es die Republikaner weiterhin schwer haben werden, das Gesetz abstimmungsreif und mehrheitsfähig zu machen. Am Vortag hatte der republikanische Senator John McCain noch seine Unterstützung angekündigt und so für Optimismus und Gewinne am Aktienmarkt gesorgt.

Autowerte rückten nach US-Absatzzahlen für den November vor dem Wochenende in den Fokus. General Motors (GM) schnitt schlechter ab als erwartet. Fiat Chrysler und Ford überraschten positiv. Für die Aktien von GM ging es um knapp 1 Prozent nach unten. Fiat Chrysler verloren 0,3 Prozent, Ford gewannen 1,3 Prozent.

Die Papiere des Saatgutriesen Monsanto legten um 0,6 Prozent zu, nachdem der Ausschuss zur Überprüfung ausländischer Investitionen (CFIUS) keine Sicherheitsgefahren sieht und grünes Licht für die Übernahme durch den deutschen Bayer-Konzern gegeben hat. Auf Bedenken stößt die Übernahme aber weiterhin bei den Wettbewerbsbehörden.

Ein Minus von rund 0,4 Prozent verbuchten die Anteile des Chipkonzerns Qualcomm . Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, will der Übernahmeinteressent Broadcom vor dem Jahreswechsel kein höheres Gebot mehr abgeben. Das Unternehmen stößt mit seiner bisherigen Milliardenofferte auf Widerstand beim Management von Qualcomm.

Die Aktien des Börsenbetreibers CME (Chicago Mercantile Exchange) profitierten mit einem Zuwachs von knapp 1 Prozent davon, dass der Weg für die erstmalige Einführung von Terminkontrakten auf die Digitalwährung Bitcoin frei gemacht wurde. Man habe den Selbstzertifizierungsprozess abgeschlossen und werde bereits am 18. Dezember mit den ersten Futures an den Start gehen, teilte CME mit.