ROUNDUP/Aktien New York: Anleger machen weiter Kasse

NEW YORK (dpa-AFX) -Getrieben von neuerlichen Rezessionsbefürchtungen haben die Anleger an den US-Aktienmärkten auch am Donnerstag Gewinne mitgenommen. Der Dow Jones Industrial US2605661048 sank zuletzt um 0,70 Prozent auf 33 063,25 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor 0,79 Prozent auf 3897,81 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 büßte 0,88 Prozent auf 11 310,00 Punkte ein.

US-Konjunkturdaten hatten zunächst wenig Einfluss auf die Notierungen. Laut dem Philly-Fed-Index hellte sich das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia im Januar deutlicher als erwartet auf, signalisierte aber immer noch einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität. Derweil ging die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend erneut zurück - Analysten hatten hingegen einen Anstieg erwartet. Weiter schwach zeigt sich der US-Häusermarkt: Im Dezember war sowohl die Zahl der begonnenen Neubauten als auch der Genehmigungen für neue Häuser weiter gesunken.

Enttäuschende Quartalszahlen drückten die Aktien von Alcoa US0138171014 um 3,1 Prozent ins Minus. Der Aluminiumhersteller berichtete einen Nettoverlust und kündigte an, dass der Absatz im laufenden Jahr wegen Unsicherheiten aufgrund der weltweiten Inflation, der nachlassenden Nachfrage aus Europa und der schwachen Wirtschaftsaussichten in China hinter der ursprünglichen Planung zurückbleiben sollte.

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble US7427181091 konnte die Anleger mit seinem Zwischenbericht zum abgelaufenen Quartal ebenfalls nicht überzeugen, wie der Kursrückgang um 1,8 Prozent zeigte. Für das Geschäftsjahr 2022/23 hob das Unternehmen das untere Ende seiner Umsatzzielspanne an. Beim Ergebnis je Aktie geht das Management weiterhin vom Erreichen des unteren Endes des Prognoserahmens aus.

Beim Elektroautobauer Tesla US88160R1014 mussten die Anleger nach dem Minus am Vortag einen weiteren Kursverlust von 1,0 Prozent hinnehmen. Im Prozess zu Betrugsvorwürfen von Anlegern gegen Unternehmenschef Elon Musk hatte am Mittwoch ein Anwalt des Tech-Milliardärs fehlerhafte Angaben in folgenschweren Tweets von Musk im Sommer 2018 eingeräumt. Dies sei jedoch nur eine unglückliche Wortwahl unter Zeitdruck und kein Betrugsversuch gewesen, betonte er.

Die Papiere von Charles Schwab setzten ihre Talfahrt vom Mittwoch fort und sackten um weitere 5,8 Prozent ab. Zuvor hatten die Analysten der Bank of America die Aktien gleich um zwei Stufen von "Buy" auf "Underperform" abgestuft. Am Vortag hatte der Finanzdienstleister Quartalszahlen veröffentlicht, die hinter den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten zurückgeblieben waren.