ROUNDUP/Aktien New York: Überwiegend Verluste zu Wochenbeginn

NEW YORK (dpa-AFX) - Zwei Tage vor dem nächsten Zinsschritt der Notenbank Fed haben die US-Börsen überwiegend etwas nachgegeben. Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> hielt sich am Montag im frühen Handel noch bei 31 919,50 Punkten geringfügig im Plus, während der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> um 0,12 Prozent auf 3956,88 Zähler fiel. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> verlor 0,66 Prozent auf 12 314,38 Punkte.

Der Aktienmarkt befindet sich gleichwohl seit Mitte Juni im Aufwind. Börsianer sprechen von einer Bärenmarkt-Rally, also steigenden Kursen inmitten eines insgesamt abwärts gerichteten Marktumfeldes. Seit Jahresbeginn hat der Dow belastet von Inflations- und Rezessionssorgen rund zwölf Prozent verloren.

In Erwartung einer weiteren Zinserhöhung der Fed um mindestens 0,75 Prozentpunkte am Mittwoch richten die Anleger zunächst einmal ihr Augenmerk auf die großen Techkonzerne, denn höhere Zinsen können insbesondere bei den stark wachstumsorientierten Technologiefirmen die Finanzierungskosten steigen lassen.

Am Dienstag legen Alphabet <US02079K3059> und Microsoft <US5949181045> Quartalszahlen vor, am Mittwoch Meta <US30303M1027> und am Donnerstag Amazon <US0231351067>, Apple <US0378331005> und Intel <US4581401001>. Am Montag verzeichneten die Papiere von Alphabet und Meta moderate Gewinne, während die Anteilscheine von Amazon, Apple, Intel und Microsoft etwas unter Druck standen.

Die Telekom-Tochter <DE0005557508> T-Mobile US <US8725901040> will mit einer Zahlung von einer halben Milliarde Dollar Nutzerklagen nach einem großen Hackerangriff beilegen. Die im S&P 500 gelisteten Aktien stiegen um rund ein Prozent und schlugen sich damit besser als der Gesamtmarkt.

"Wir sollten uns über einen relativ ruhigen Wochenbeginn freuen", riet Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Denn: In den nächsten Tagen werde es "hoch hergehen" angesichts all dieser Unternehmensberichte, die großes Potenzial hätten, die Märkte zu bewegen, und auch angesichts des Zinsentscheids. Auf der jüngsten Sitzung hatte die Fed ihren Leitzins bereits um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Ein noch größerer Schritt ist angesichts der hohen Inflation nicht auszuschließen, wurde zuletzt aber von mehreren Notenbankern eher abgelehnt.

Am Ende der Woche könnten die Anleger dann Erlam zufolge eine bessere Vorstellung davon haben, ob die USA auf eine Rezession zusteuert, wie es in Europa der Fall zu sein scheint. Denn am Donnerstag steht die erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf der Agenda. Ökonomen halten es für gut möglich, dass das zweite Quartalsminus in Folge festgestellt wird. Die Wirtschaft befände sich damit nach gängiger Definition in einer technischen Rezession.

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