ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax vor US-Notenbank-Beschlüssen fast unbewegt

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat sich am Mittwoch kaum vom Fleck bewegt. Vor den geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank (Fed) hielten sich die Anleger mit Engagements zurück. Sie waren allerdings auch nicht allzu besorgt, da sie auf Gewinnmitnahmen ebenfalls verzichteten. Damit bleibt das Rekordhoch vom August bei 16 030 Punkten weiter in greifbarer Nähe.

Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit einem Plus von 0,03 Prozent auf 15 959,98 Zähler. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel stieg um 1,10 Prozent auf 35 549,67 Punkte.

Am Markt wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank an diesem Mittwochabend den Anfang vom Ende der milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft bekannt gibt. Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets stellte dazu fest: "Auch wenn sich die Aktienmärkte an die üppige Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken gewöhnt haben, sollte sie der nun anstehende langsame Entzug nicht aus der Spur bringen." Schließlich wäre dies ein Zeichen für konjunkturelle Stärke sein und zudem sei die Krise größtenteils beendet.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg um 0,31 Prozent auf 4309,61 Punkte und auch der Cac 40 <FR0003500008> in Paris legte zu. Der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> gab dagegen nach. In den USA verlor der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Handelsschluss 0,3 Prozent, während die technologielastigen Nasdaq-Börsen leicht zulegten.

Im Dax setzte sich die Berichtssaison mit Quartalszahlen des Autobauers BMW <DE0005190003> und des Modehändlers Zalando <DE000ZAL1111> fort. Zudem gab es noch eine Reihe von Berichten aus der zweiten und dritten Reihe. Unter diesen befanden sich auch die Lufthansa <DE0008232125>, der Softwarehersteller Teamviewer <DE000A2YN900> und der Großküchenausstatter Rational <DE0007010803>.

Die BMW-Aktien profitierten vom Quartalsausweis des Autobauers mit einem Plus von 1,5 Prozent und eroberten das Niveau von Anfang Juli zurück. Die Anteilscheine von Zalando hingegen brachen ihre jüngste Erholung ab und rutschten mit minus 9,5 Prozent wieder in Richtung ihres vor drei Wochen markierten Dreizehnmonatstiefs. Vor allem die vorsichtigen Aussagen des Managements zum kommenden Jahr 2022 kamen nicht gut an.

Für die Teamviewer-Papiere dagegen scheint die Durststrecke erst einmal zu Ende zu sein. Sie sprangen im MDax nach endgültigen Zahlen um 11,0 Prozent hoch. Nach der jüngsten Prognosesenkung gab es nun keine weiteren negativen Nachrichten mehr. Die Anteilscheine von Lufthansa legten um 7,0 Prozent zu, nachdem die Fluggesellschaft mit einem operativen Gewinn positiv überraschen konnte. Rational gewannen 1,9 Prozent und profitierten von der prächtigen Auftragslage des Großküchenausstatters angesichts der Wiedereröffnung der Gastronomie.

Als am Nachmittag außerdem der Gabelstaplerhersteller Kion <DE000KGX8881> seine Mittelfristziele höher steckte, gab das auch dieser Aktie einen kräftigen Schub. Sie stieg auf ein Rekordhoch und schloss mit plus 2,1 Prozent auf 96,80 Euro nur knapp darunter.

Als Schlusslicht im SDax <DE0009653386> verloren die Nordex-Papiere <DE000A0D6554> 10,9 Prozent. Ein düsterer Ausblick des dänischen Vestas-Konzerns <DK0010268606> hatte Windkraft-Aktien insgesamt belastet. Spitzenreiter im Nebenwerte-Index waren Secunet <DE0007276503> mit einem Plus von 17,3 Prozent, denn das Geschäftswachstum des IT-Sicherheitsdienstleisters profitierte kräftig vom Trend zum Homeoffice.

Der Euro <EU0009652759> wurde vor dem US-Zinsentscheid mit 1,1581 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1578 (Dienstag: 1,1603) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8637 (0,8619) Euro.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,26 Prozent am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,32 Prozent auf 144,33 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> sank am frühen Abend um 0,01 Prozent auf 169,28 Punkte./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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