ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax tritt auf der Stelle

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine US-Steuerreform noch vor Weihnachten lässt den Dax zur Wochenmitte eher kalt. Es sorgte kaum noch für Rückenwind, dass einem ersten großen Erfolg in der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump kaum noch etwas im Wege steht. Nachdem der Leitindex am Montag schon deutlich positiv darauf reagiert hatte, gilt dies am Markt schon weitgehend als eingepreist. "Die Luft ist raus", sagte ein Händler.

Der Dax startete wechselhaft in den Tag. Zuletzt legte er nur knapp um 0,10 Prozent auf 13 228,50 Punkte zu. Das Börsenstatistik-Magazin Index-Radar sprach von etwas "Ernüchterung", nachdem der Dax am Montag mit einem kräftigen Anstieg den Eindruck erweckt habe, mit dem Sprung über die 13 250 Punkte einen Jahresendspurt einläuten zu können. "Doch die Investoren sind offenbar weiterhin skeptisch", betonten die Experten. Mittlerweile steht der Index wieder unter dieser Marke.

Der MDax legte zuletzt moderat um 0,06 Prozent auf 26 382,09 Zähler zu. Für den Technologiewerte-Index TecDax jedoch ging es um 0,16 Prozent auf 2557,61 Punkte bergab. Gleiches gilt für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der sich im frühen Geschäft im roten Bereich bewegte.

Die Trennung von Vorstandschef Peter Terium als Konsequenz auf die jüngste Gewinnwarnung hat dem Erholungsversuch bei den Aktien von Innogy am Mittwochmorgen einen neuen Anstoß gegeben. Die im MDax notierten Titel des Ökostrom-Unternehmens kletterten im frühen Xetra-Handel um etwa 1 Prozent. Für die Titel des Mutterkonzerns RWE ging es im Dax in ähnlichem Rahmen nach oben.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten außerdem die Aktien der Deutschen Post mit plus 0,75 Prozent. Am Markt wurde dies mit dem Rückenwind eines guten Quartalsberichts und eines optimistischen Ausblicks des Konkurrenten FedEx begründet. Der US-Paketdienst hat seine Gewinnprognose nach einem besser als erwartet ausgefallenen zweiten Geschäftsquartal angehoben.

Für Gesprächsstoff sorgt ansonsten wieder der Übernahmekampf um Stada . Die Haupteigner des Generikaherstellers, die Finanzinvestoren Bain und Cinven, ködern die restlichen Aktionäre mit einer neuen Offerte von 74,40 Euro je Anteilsschein. Dies entspricht genau dem Preis, den Aktionär Paul Singer und sein Hedgefonds Elliott gefordert hatte. Am Morgen jedoch wurde die Aktie deutlich höher zu 88,53 Euro gehandelt - ein Plus von fast 9 Prozent. Sie hält sich schon seit September fast ausnahmslos über 80 Euro.

Bei den Steinhoff -Aktien gehen die Turbulenzen wegen der Nachwehen eines Bilanzskandals immer weiter. Nach einem erneuten Kurssturz um 20 Prozent am Vortag brachen sie nun nochmals um 33 Prozent ein. Die Titel des Möblekonzerns unterboten ihren tiefsten Stand zwischenzeitlich auf nur noch 0,295 Euro.