ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax startet noch keine erneute Rekordattacke

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Mittwoch einen erneuten Angriff auf sein Rekordhoch gescheut. Der Leitindex startete tiefer in den Handel, konnte sich aber gegen Ende der ersten Handelsstunde an die Gewinnschwelle heran arbeiten. Zuletzt gab er noch knapp um 0,22 Prozent auf 15 754,66 Punkte nach. Der Dax stand weiter ehrfürchtig vor seinem Rekordhoch, das er vor zwei Tagen auf 15 806 Zähler hochschrauben konnte. Tags zuvor hatte er ein erneutes Hoch um Haaresbreite verpasst.

Der MDax <DE0008467416> gab am Mittwochmorgen etwas stärker um 0,51 Prozent auf 34 742,96 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> fiel in ähnlich kleinem Maße wie der Dax auf 4092,53 Punkte.

Laut dem CMC-Markets-Experten Jochen Stanzl hat die am Vortag recht robuste Verfassung an den Aktienmärkten gezeigt, "dass sich das Inflationsgespenst an der Börse scheinbar verzogen hat, sich aber noch lange nicht geschlagen gibt". Angesichts der extrem hohen US-Inflation bleibe es in der Diskussion, wie lange die US-Notenbank Fed noch an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten kann. Daher dürfte das Anlegerinteresse am Mittwoch einer Anhörung des Chef-Währungshüters Jerome Powell vor dem US-Senat gelten.

Die Agenda ist am Mittwoch ansonsten geprägt von weiteren Geschäftszahlen von US-Banken, die um die Mittagszeit kommen. Nachdem die Konkurrenten JPMorgan <US46625H1005> und Goldman Sachs <US38141G1040> die Berichtssaison am Vortag einläuteten, stehen nun die Bank of America <US0605051046>, Wells Fargo <US9497461015> und die Citigroup <US1729674242> auf dem Plan. Im Zuge dessen blieben die Blicke auch hierzulande auf die Banken gerichtet. Das Umfeld war am Morgen freundlich, die Papiere der Deutschen Bank erholten sich unter den besten Dax-Werten um 1,4 Prozent von ihrer Vortagsschwäche.

Die Aktien von Hugo Boss <DE000A1PHFF7> setzen ihren bislang starken Lauf in diesem Jahr mit einem Anstieg um 5,4 Prozent fort. Der Modekonzern traut sich angesichts der abgeflauten Pandemie wieder eine Jahresprognose zu, die gut ankam. Im zweiten Quartal gelang ihm ein deutlicher Umsatz- und Ergebniszuwachs im Vergleich zum Corona-geprägten Vorjahresquartal. Analysten sprachen von einem Quartal deutlich über den Erwartungen.

Auffällig waren sonst vor allem Stahlaktien: Die Papiere von Klöckner & Co sowie Salzgitter gehörten im SDax mit 3,6 und 2,2 Prozent zu den Favoriten, während jene von Thyssenkrupp im MDax um zwei Prozent anzogen. Hier stimmte eine Analystenstimme die Anleger mutiger. Analyst Alan Spence vom Analysehaus Jefferies erhöhte seine operativen Gewinnerwartungen und bleibt für alle drei nach zuletzt durchwachsener Kursentwicklung bei seiner Kaufempfehlung.

Nachrichten gab es ansonsten noch von Nordex <DE000A0D6554>. Der Hersteller von Windkraftanlagen vermeldete seine nächsten Großaufträge im Zusammenhang mit Windparks Italien. Die Aktien konnten davon aber nicht profitieren, sie mussten mit einem Minus von 0,8 Prozent eher darum kämpfen, nicht auf ein neues Jahrestief zu fallen.

Die Aufmerksamkeit zogen auch weiter die Reisewerte wegen der anziehenden Coronavirus-Infektionszahlen auf sich. Im Frankfurter Handel fielen die Papiere von Tui <DE000TUAG000> um sechs Prozent auf das tiefste Niveau seit Februar. Englische Zeitungen berichteten, dass der Tourismuskonzern bis August virusbedingt weitere Reiseziele von seiner Angebotsliste gestrichen hat.

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