ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt zu - Warten auf Inflationsdaten

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von neuen Rekorden an den US-Börsen hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zunächst moderat zugelegt. Allerdings bleiben die Anleger wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus vorsichtig gestimmt. Frische Impulse könnten am Vormittag die deutschen Inflationsdaten für Juni liefern.

Der Dax <DE0008469008> notierte im frühen Handel 0,56 Prozent höher bei 15 641,37 Punkten, nachdem er zum Wochenstart um rund 0,3 Prozent nachgegeben hatte. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenwerte stieg am Dienstag um 0,38 Prozent auf 34 406,03 Punkte. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone gewann rund 0,4 Prozent.

"Grundsätzlich positiv hervorzuheben ist, dass der DAX zuletzt in der Lage war, sich auf hohem Niveau zu etablieren", bemerkte Helaba-Experte Christian Schmidt. Allerdings sei häufig zu beobachten, dass es an den letzten Handelstagen eines Monats zu steigenden Aktienkursen kommt. Er verwies dabei auf das Stichwort: "window dressing".

Diese "Aufhübschung des Schaufensters" wird meist von großen Investmentfonds praktiziert. Fondsmanager, die ihren Anlegern keine gute Rendite bieten konnten, wollen diese Schwächen kaschieren. Sie kaufen beispielsweise zusätzlich Aktien, die in ihrem Depot sehr gut abgeschnitten haben, um ihre monatliche Gewinnbilanz zu verbessern.

Die Aktien von Tui <DE000TUAG000> setzten ihre jüngste Talfahrt am Dienstag mit einem Verlust von 3,0 Prozent fort und reagierten damit auf eine aufgestockte Wandelanleihe des Touristikkonzerns. Tui hatte am Vorabend mitgeteilt, eine im April begebene Anleihe zur finanziellen Überbrückung der Corona-Krise im Volumen von 400 Millionen Euro um Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 190 Millionen Euro erweitert zu haben. Solche Papiere können vom Eigentümer zu einem späteren Zeitpunkt in Aktien getauscht werden.

Dagegen haben sich die Lufthansa-Papiere <DE0008232125> von ihren deutlichen Vortagesverlusten etwas erholt und stiegen um 0,6 Prozent. Der Sektor litt am Montag unter der Ausbreitung der Delta-Variante und einem Pressebericht, wonach die Bundesregierung wegen der wieder steigenden Corona-Zahlen in Großbritannien britische Touristen aus der EU fernhalten wolle.

Eine Verkaufsempfehlung für Salzgitter <DE0006202005> durch die französische Bank Exane BNP Paribas ließ die Aktien des Stahlkonzerns um 1,4 Prozent fallen. Exane-BNP-Analyst Seth Rosenfeld sieht mit seinem neuen Kursziel von 21,20 Euro (alt 29,00) weitere Risiken und stufte die Papiere daher von "Neutral" auf "Underperform" ab. Trotz des jüngsten Rückschlags hat sich der Kurs auf Sicht von acht Monaten immer noch in etwa verdoppelt.

Die Aktien von Hypoport <DE0005493365> setzten ihre Erholung mit einem Plus von 2,7 Prozent fort. Der Finanzdienstleister hatte am Dienstag eine Kooperation mit der Teambank bei Ratenkrediten für Verbraucher vermeldet. Die beiden Unternehmen gründen ein Gemeinschaftsunternehmen unter dem Namen "Genoflex", an dem Hypoport zu 30 Prozent beteiligt sein wird.

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