ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Starker Euro verhindert deutlichere Gewinne

dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Freitag zugelegt. Größere Kurssprünge wurden jedoch durch den wieder erstarkten Euro verhindert. Auslöser war die Einigung der Spitzen von CDU, CSU und SPD, ihren Parteien die Aufnahme von offiziellen Koalitionsverhandlungen zu empfehlen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,48 Prozent auf 3612,61 Punkte und verbuchte damit im Wochenverlauf einen kleinen Gewinn von 0,1 Prozent.

In Paris legte der CAC 40 am Freitag um 0,52 Prozent auf 5517,06 Punkte zu. Der britische FTSE 100 , der bei 7792,56 Punkten eine Bestmarke erreichte, beendete den Handel 0,20 Prozent höher bei 7778,64 Punkten. Sein Plus im Wochenverlauf beträgt damit 0,7 Prozent.

Die europäische Gemeinschaftswährung stieg auf den höchsten Stand seit gut drei Jahren und kostete mehr als 1,21 US-Dollar. Für exportorientierte Unternehmen aus der Eurozone ist dies deshalb schlecht, weil die Nachfrage nach ihren Waren im Ausland dadurch gedämpft werden kann. Zudem legte auch das britische Pfund im Vergleich zum Dollar wieder kräftig zu.

Mit Abstand schwächster Wert im Leitindex der Euroregion waren die Aktien von Vivendi mit 3,75 Prozent. Der französische Medienkonzern hatte seine Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2017 gesenkt.

Zu den Favoriten im EuroStoxx zählten dagegen die Aktien von Schneider Electric. Sie gewannen 1,57 Prozent und profitierten von einem positiven Analystenkommentar von Goldman Sachs.

Kering beendeten den Handel in Paris nach zeitweiligen Verlusten mit einem kleinen Plus von 0,12 Prozent. Der französische Luxuskonzern gibt die Mehrheit am deutschen Sportartikelhersteller Puma ab und verteilt die Anteile unter den eigenen Aktionären. Analysten begrüßten zwar die Trennung. Die Anteilseigner von Puma waren allerdings enttäuscht, dass ihre Übernahmehoffnungen nun erst einmal dahin sind und schickten das Papier deutlich auf Talfahrt.

Die Titel des Versicherers Axa gewannen 1,07 Prozent, während die des Konkurrenten Generali um 0,32 Prozent nachgaben. Die Citigroup empfahl Axa zum Kauf und Generali zum Verkauf.

In London schnellten die Papiere von GKN um fast 27 Prozent in die Höhe. Der Technologiekonzern erhielt ein Übernahmeangebot der britischen Beteiligungsgesellschaft Melrose Industries , das dieser jedoch ablehnte. Die Melrose-Papiere legten um 5,81 Prozent zu.