ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Starker Euro bringt Börsen unter Druck

dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der wieder kräftig gestiegene Euro hat am Mittwoch für Verluste an Europas Börsen gesorgt. Die noch am Montag verbuchten Gewinne wurden damit zunichte gemacht. Erneut schloss der EuroStoxx 50 mit minus 0,83 Prozent auf 3552,65 Punkten nur knapp über seinem zuvor erreichten Tagestief. Eine starke Gemeinschaftswährung kann die Exportchancen von Unternehmen, die große Teile ihre Waren außerhalb der Euroregion absetzen, schmälern.

Neuigkeiten rund um die US-Steuerreform, die inzwischen fast in trockenen Tüchern ist, ließen die Anleger weitgehend kalt. Es sei inzwischen alles in den Kursen eingepreist, hieß es an den Märkten dazu.

Der französische Leitindex CAC 40 büßte 0,56 Prozent auf 5352,77 Punkte ein und in Spanien fiel der Ibex 35 einen Tag vor der Parlamentswahl in Katalonien um 0,26 Prozent. Der Euro, der zeitweise über 1,19 US-Dollar gestiegen war, wurde zuletzt zu 1,1875 Dollar gehandelt.

In London verlor der wichtigste Aktienindex FTSE 100 0,25 Prozent auf 7525,22 Punkte. In Großbritannien belastete auch das im Vergleich zum Dollar steigende Pfund.

Während die europäischen Branchen für Bergbauunternehmen sowie für Öl, Gas und Windkraft die einzigen Gewinner waren mit plus 0,9 und plus 0,1 Prozent, verbuchten der Immobiliensektor die größten Verluste. Er gab knapp 1 Prozent nach.

Unter den Einzelwerten machten an diesem Tag vor allem Aktien aus Schweiz von sich reden. Die Anteile des Duty-Free-Shop-Betreibers Dufry stiegen etwa um 2,6 Prozent und profitierten davon, dass US-Milliardär Paul Singer nun als Großinvestor eingestiegen ist. Singer ist nun mit 5,57 Prozent an Dufry beteiligt.

Die Aktien des schweizerischen Industriekonzerns ABB beendeten den Handel nach einem schwachen Start letztlich minimal im Plus mit 0,08 Prozent. Das Unternehmen trennt sich von verschiedenen Aktivitäten im Bereich Engineering, Procurement, Construction (EPC).