ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne vor Fed-Zinsentscheid

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Mittwoch vor dem am Abend folgenden US-Zinsentscheid etwas zugelegt. Der EuroStoxx verteidigte die Marke von 4000 Punkten und schloss mit einem Plus von 0,08 Prozent bei 4015,03 Zählern. Der französische Cac 40 <FR0003500008> legte um 0,53 Prozent auf 6306,98 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> gewann 0,27 Prozent auf 6963,67 Punkte.

Die Anleger warteten darauf, welche geldpolitische Perspektive die US-Notenbank Fed am Abend im Rahmen ihres Zinsentscheids aufzeige, auch hinsichtlich ihrer Inflationserwartungen, hieß es von Experten. Ein Kurswechsel wird erst einmal nicht erwartet: Die Fed dürfte ihre extrem lockere Linie aus Leitzinsen nahe der Nulllinie und Wertpapierkäufen von 120 Milliarden Dollar je Monat bestätigen.

Aus Unternehmenssicht stand der Bankensektor mit starken Zahlen der Deutschen Bank und von Lloyds <GB0008706128> im Fokus. Kursgewinne von 10,7 beziehungsweise 3,5 Prozent bei diesen beiden Aktien drückten der Branche positiv ihren Stempel auf.

Unter die großen EuroStoxx-Gewinner mischten sich die um 2,4 Prozent gestiegenen Aktien von Sanofi <FR0000120578>. Peter Welford vom Analysehaus Jefferies lobte bei dem Pharmakonzern vor allem den im ersten Quartal erzielten Gewinn je Aktie als klar über den Markterwartungen. Gute Geschäfte mit einer Neurodermitis-Arznei und Grippe-Impfungen galten als wichtige Treiber.

In London zogen unter anderem der Werbekonzern WPP, die Supermarktkette Sainsbury und der Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser mit Zahlen das Interesse auf sich. Bei WPP <JE00B8KF9B49> fielen die Nettoerlöse im Auftaktquartal deutlich höher als erwartet aus, die Aktie stieg um 4,3 Prozent. Bei Sainsbury <GB00B019KW72> sackte der Kurs dagegen um 2,9 Prozent ab. Zur Begründung verwiesen Analysten auf einen rückläufigen Vorsteuergewinn. Die Papiere von Reckitt Benckiser <GB00B24CGK77> verloren 3,9 Prozent. Die Ergebnisse in der Arzneisparte und bei den Nahrungsergänzungsmitteln seien enttäuschend bis schwach ausgefallen, monierte Analyst Martin Deboo von Jefferies.