Rossmann nimmt Preiskampf mit Aldi auf

Die Drogeriekette Rossmann gibt sich angriffslustig: Dirk Rossmann sagt deutlich, warum er sich weder vor Discountern, noch vor anderen Konkurrenten fürchtet. Das Online-Geschäft sei sogar unbedeutend.


Im Preiskampf mit Aldi gibt sich Drogerieunternehmer Dirk Roßmann selbstbewusst. „Vor Aldi brauchen wir uns nicht zu verstecken, wir können jede Preisaktion mitgehen“, sagte Roßmann im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Wir schreiben konstant solide Gewinne und können uns Preisscharmützel leisten“, so Roßmann. Aldi hatte zuletzt mit Rabattaktionen für Nivea-Produkte für Aufsehen im Markt gesorgt. „Im Grunde sind wir diejenigen, die die Dynamik in den Markt bringen“, sagte Roßmann dazu, „wir gehen alle 14 Tage mit Sonderangeboten für 800 Artikel raus.“
Auch den Einstieg von Start-ups und Händlern wie Zalando und Otto ins Online-Geschäft mit Kosmetik- und Drogeriewaren sieht der Unternehmer gelassen. „Da wird gerade viel heiße Luft produziert“, sagte Roßmann der WirtschaftsWoche. „Wir hatten diese Phasen schon oft, dass sich alle auf ein vermeintlich lukratives Geschäft gestürzt haben“. So würden Online-Kunden bevorzugt margenschwache Artikel wie Windeln, Toilettenpapier und Kaffee kaufen „und damit lässt sich kein Geld verdienen“, so Roßmann.

Auch der eigene Online-Shop sei defizitär, spiele für die Konzernzahlen aber auch kaum eine Rolle. Es gehe um lediglich rund 30 Millionen Euro Umsatz bei einem Gesamtumsatz von mehr als 9 Milliarden Euro. „Das Online-Geschäft ist für uns in Summe völlig unbedeutend“, so Roßmann. Weiteres Wachstum sollen zusätzliche Läden vor allem im Ausland bringen. „Wir werden in Deutschland weiter neue Filialen eröffnen, aber nicht mehr in den Größenordnungen früherer Jahre“. Im Ausland gebe es dagegen „noch viele Expansionsmöglichkeiten“.