Rossi kann WM-Titel nach OP abhaken

Valentino Rossi kann die Weltmeisterschaft wohl abhaken

Der italienische MotoGP-Superstar Valentino Rossi ist in der Nacht zu Freitag nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch erfolgreich operiert worden. Die Fraktur am rechten Bein wurde in Ancona mit einem sogenannten intramedullären Nagel fixiert, dies gab das Yamaha-Werksteam bekannt.

Zur zu erwartenden Ausfallzeit machte der Rennstall keine Angaben.

"Die Operation ist gut verlaufen. Heute Morgen, als ich aufgewacht bin, habe ich mich schon gut gefühlt", sagte der 38-Jährige: "Der Vorfall tut mir leid. Jetzt will ich so schnell wie möglich zurück aufs Bike. Ich werde dafür mein Bestes geben."


Der neunmalige Weltmeister war am Donnerstag nahe seiner Geburtsstadt Urbino im Motocross-Training verunglückt und ins örtliche Krankenhaus gebracht worden. Dort wurde die Diagnose gestellt, danach erfolgte die Verlegung nach Ancona. Die OP führte zwischen 2.00 und 3.00 Uhr Dr. Raffaele Pascarella durch.

Rossi, WM-Vierter, wird damit den Großen Preis von San Marino in Misano (10. September) verpassen. Vermutlich fällt der Volksheld aber länger aus und hat damit in diesem Jahr keine Chance mehr auf seinen zehnten Titel.

Bereits Ende Mai hatte sich Rossi bei einem Sturz beim Motocross-Training Verletzungen im Brustbereich sowie an Leber und Niere zugezogen. Der "Doctor" verbrachte damals einen Tag im Krankenhaus.