"Roseanne" ist zurück: Das gab es in der ersten Folge zu sehen

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Nach mehr als 20 langen Jahren ist "Roseanne" wieder im TV zu sehen. Zum Auftakt des Revivals stellten sich alle eine ganz besondere Frage.

"Ich bin der Boss" kündigte Roseanne Barr (65) schon vor wenigen Tagen in der Talkshow von Moderator und Comedian Jimmy Kimmel (50) an - und nach der Ausstrahlung der ersten Folge des sehnlichst erwarteten "Roseanne"-Revivals im US-TV glaubt man das gerne. Nach mehr als 20 Jahren kehrt die Kultsitcom auf den Bildschirm zurück und Barrs Figur ist weiterhin so resolut und vorlaut, wie man sie kennt. Doch was ist mit ihrem Mann Dan, gespielt von John Goodman (65), der eigentlich tot sein sollte? Wer sich die Überraschung nicht verderben möchte, der sollte nun mit dem Lesen aufhören.

Vorsicht, Spoiler!

In der letzten Staffel der Originalserie wurde aufgelöst, dass Dan angeblich bereits in der vorangegangenen Season an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben sei. Im Finale wurde klar, dass Roseanne viele der Vorkommnisse aus der neunten Staffel nur erfunden habe. Entsprechend konfus, aber auch ganz witzig, klärten die Macher nun in der ersten Revival-Folge auf, dass Dan doch nicht den sprichwörtlichen Löffel abgegeben hat. Wie sich nun herausstellt, ist die erfundene Geschichte von Roseanne aus Staffel 9 offenbar ebenfalls nur ausgedacht.

"Ich dachte du wärst tot", weckt Roseanne in der neuen Episode Dan auf. Worauf dieser entgegnet: "Warum glauben immer alle, dass ich tot bin?" Weiter wird auf Dans Tod aber bis auf einen weiteren Wink gar nicht erst eingegangen. In einer späteren Szene findet er ein altes Manuskript, auf dem "Geschrieben von Roseanne Conner" steht. Während Roseanne glaubt, dass Dan es einfach wegwerfen sollte, kann dieser sich einen Kommentar nicht verkneifen: "Wenn du nur den interessantesten Charakter nicht getötet hättest." Einen Hinweis darauf, dass die Show mit der Situation so umgehen könnte, gab Barr übrigens auch schon bei Kimmel. Als wahrer Fan der Sitcom wisse man, dass "Dan niemals tot war, weil ich den Scheiß geschrieben habe", erzählte sie.

Was sonst passiert

Das gewohnt chaotische Treiben rund um die typische US-Arbeiterfamilie geht weiter - so als ob die Conners nie vom Bildschirm verschwunden gewesen wären. Das vor allem auch, weil quasi die komplette Originalbesetzung für die neun neuen Episoden zurückkehrt. Sara Gilbert spielt Darlene, Laurie Metcalf gibt Jackie, Michael Fishman mimt D.J. und Lecy Goranson wird wieder zu Becky. Auch Sarah Chalke, die ebenfalls für eine Zeit Tochter Becky gespielt hatte, ist wieder zu sehen - nun als eine Frau, die die Original-Becky anheuern will, damit diese für sie ein Kind austrägt. Später soll übrigens auch "The Big Bang Theory"-Star Johnny Galecki (42), der im Original Darlenes Mann David spielte, zumindest kurz zurückkehren.

Da die Kinder von Roseanne und Dan mittlerweile erwachsen sind, macht eine neue Generation den Haushalt der Conners unsicher - die Kinder von D.J. und Darlene. Die Sitcom scheut sich dabei nicht, auch potenziell heikle Themen zumindest anzureißen. Der junge Mark, Darlenes Sohn, trägt Frauenkleider und D.J., der zum Militär gegangen und erst kürzlich aus Syrien zurückgekehrt ist, hat eine dunkelhäutige Tochter.

Noch politischer wird es, als herauskommt, dass Roseanne und ihre Schwester Jackie seit der US-Wahl 2016 nicht mehr miteinander geredet haben. Jackie als Clinton-Unterstützerin und Roseanne als Trump-Verfechterin kommen allerdings doch wieder ins Gespräch oder verfallen zumindest einem ihrer typischen Wortgefechte, das abermals zeigt, dass auch an dieser Front doch irgendwie alles beim Alten ist.

Foto(s): F. Sadou/AdMedia/ImageCollect