Nach Rassismus-Skandal: Roseanne Barr bittet in einem Podcast um Verzeihung

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Wie ein erst jetzt veröffentlichter Podcast zeigt, wusste Roseanne Barr schon kurz nach ihrem rassistischen Tweet, dass ihre Aussagen schwere Konsequenzen nach sich ziehen würden.

Mit einem rassistischen Tweet hatte Roseanne Barr (65, "Roseanne") vor einigen Wochen für Aufregung gesorgt. Als Konsequenz wurde die gleichnamige Serie um die Schauspielerin vom Sender abgesetzt, ein Spin-off ohne sie ist in Planung. Wie jetzt das US-Promi-Portal "The Blast" berichtet, hatte Barr bereits zweit Tage nach ihrem umstrittenen Tweet, in dem sie die Afroamerikanerin Valerie Jarrett (61), Ex-Beraterin von Barack Obama (56), als Kind der "Muslimbruderschaft und Planet der Affen" bezeichnet hatte, in einem bislang unveröffentlichten Podcast Stellung bezogen und sich entschuldigt.

Demnach war Barr am 31. Mai ein Telefongast in dem Podcast des Rabbis Shmuley Boteach (51, "Kosher Jesus") - ein langjähriger Freund der Schauspielerin. Unter Tränen sagte die 65-Jährige damals: "Ich bin vieles. Ich bin ein Großmaul und all das, aber ich bin nicht dumm [...] und ich hätte niemals wissentlich eine schwarze Person einen Affen genannt. Das würde ich nie tun! Und das habe ich nicht getan!" Barr hatte ihren Tweet nur kurze Zeit nach dessen Löschung mit der Einnahme des Schlafmittels Ambien erklärt. Es sei bereits zwei Uhr morgens gewesen und sie habe unter dem Einfluss des Medikaments geschrieben. Der Hersteller des Schlafmittels, der Pharmariese Sanofi, reagierte im Anschluss auf die Vorwürfe der Schauspelerin mit einem unmissverständlichem Tweet:

„Bei Sanofi arbeiten Menschen aller Ethnien, Religionen und Nationalitäten jeden Tag daran, Menschenleben in aller Welt zu verbessern. Zwar weisen alle pharmazeutischen Behandlungen Nebenwirkungen auf, Rassismus gehört allerdings nicht zu den bekannten Nebenwirkungen von Sanofi-Medikamenten.“

Bereits kurz nach dem Vorfall scheint Barr gewusst zu haben, dass ihr unbedachter Tweet Konsequenzen nach sich ziehen wird: "Ich habe alles verloren. Und ich bereute es schon, bevor ich alles verloren hatte und sagte zu Gott: 'Ich bin bereit, alle Konsequenzen zu akzeptieren, denn ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe.'" 

Warum wird der Podcast erst jetzt veröffentlicht?

Shmuley Boteach hatte sich nach der Aufzeichnung dazu entschieden, den Podcast vorerst "aus Respekt vor Roseanne" nicht zu veröffentlichen. Dennoch habe er sich nun dazu entschieden das Material online zu stellen, so Boteach. Der Podcast sei "eine emotionale Diskussion über die vier Stadien der jüdischen Buße und Roseanne zeigt Zivilcourage und Herz, indem sie Verantwortung übernimmt", erklärt Boteach.

 

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