Rosberg: Mache mir um Ferrari Sorgen

Nico Rosberg wurde 2016 Formel-1-Weltmeister

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat das letzte Rennen der Saison in Abu Dhabi vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton gewonnen.

Sebastian Vettel rettete mit Platz drei zwar den zweiten Platz in der Gesamtwertung vor Bottas - doch zufrieden konnte man bei Ferrari mit dem Rennen dennoch nicht sein. Zu chancenlos war die Scuderia gegen Mercedes gewesen.

Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg sagte bei RTL sogar, dass ihm das Rennen Sorgen für das nächste Jahr macht. Seiner Meinung nach wäre der Rückstand sogar noch größer ausgefallen, wenn Hamilton in Führung gelegen wäre.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und der Pressekonferenz zusammen.

Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 1: "Es war ein sehr wichtiger Sieg. Es war ein schwieriger Start in die zweite Saisonhälfte. Ich hatte einige Probleme, bin aber immer besser geworden. Ich könnte nicht glücklicher sein, die Saison so zu beenden. Diese Saison bin ich Dritter geworden, nächstes Jahr hoffentlich noch besser. Ich hatte einen kleinen Verbremser, aber ansonsten keine Probleme. Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Nur weil Finnen ihre Emotionen nicht so zeigen, heißt es nicht, dass wir keine haben."


Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 2: "Herzlichen Glückwunsch an Valtteri. Er hat einen super Job gemacht, mich hinter sich zu halten. Das war ein super Rennen. Es ist sehr schwierig, hier zu überholen. Es ist ein riesiger Erfolg für das ganze Team. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr."

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 3: "Am Anfang habe ich alles gegeben, hatte aber ein paar Verbremser. Nach ein paar Runden habe ich eingesehen, dass es nicht schneller ging und die Mercedes sind weggezogen. In der zweiten Rennhälfte bin ich besser in den Rhythmus gekommen. Aber es war nicht gut genug, um gegen Mercedes kämpfen zu können. Lewis hat es verdient den Titel zu gewinnen. Wir werden im Winter hart arbeiten, um im nächsten Jahr noch stärker zurück zu kommen."

Max Verstappen (Red Bull), Platz 5: "Es war ziemlich langweilig. Ich habe Räikkönen fast die ganze Zeit vor mir gehabt. Man konnte nicht richtig hinterherfahren. Ich denke, ich hätte schneller fahren können. Aber diese Strecke gibt einfach keinen Gelegenheit zu überholen. Wir müssen weiter hart arbeiten, um das Auto noch besser zu machen. Wir kriegen hoffentlich noch ein paar PS mehr und können dann die anderen in der nächsten Saison angreifen."

Daniel Ricciardo (Red Bull), ausgeschieden : "Wir hatten ein Hydraulik-Problem. Ich bin an die Box gefahren, weil das Auto sich komisch angefühlt hatte. Ich dachte, ich hatte einen Plattfuß. Als ich wieder aus der Box fuhr, merkte ich, dass etwas nicht stimmt. Das Fahrerfeld war ziemlich verteilt. Mit der richtigen Strategie hätte es ein Kampf mit Sebastian werden können. Aber wirklich aufregend war das Rennen nicht. Die Saison war ok – auch wenn ich gern ein paar Hochgefühle mehr gehabt hätte."


Nico Rosberg (Mercedes), Ex-Formel-1-Weltmeister: "Ich weiß, wie Bottas sich gefühlt hat. Lewis hat von hinten einen unglaublichen Druck gemacht. Valtteri konnte sich keinen Fehler erlauben und musste an alle Grenzen gehen. Bei Ferrari mache ich mir Sorgen für das nächste Jahr. Dass Ferrari mit so einem großen Rückstand das Jahr beendet hat - der Lewis wäre noch einmal schneller gewesen als Valtteri. Der Rückstand war schon sehr groß. Für Valtteri ist der Sieg ganz wichtig. Das gibt einen positiven Schub für den Winter."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "In den letzten Rennen hat sich Valtteri zurückgekämpft und heute Lewis, den Weltmeister, geschlagen. Lewis konnte keinen Angriff starten. Du kommst einfach nicht ran. Die Autos verwirbeln so viel Luft, dass der Reifen dann aufgibt. Das Ende der Saison ist der Anfang der Saison. Das war heute das erste Rennen der Saison 2018. Ich denke, dass heute alle mit Entwicklungsteilen gefahren sind."

Dr. Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportkonsulent): "Das war eines der fadesten Rennen, an das ich mich erinnern kann. Hamilton war wahrscheinlich schneller als Bottas. Das Gleiche gilt für Max, der schneller als Räikkönen war. So bald du zu nah dran warst, konnte man nicht mehr folgen. Da muss man sich über das Layout der Strecken Gedanken machen."