"Wie macht er das!?" Ronaldo sorgt für ungläubiges Staunen

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"Wie macht er das!?" Ronaldo sorgt für ungläubiges Staunen
"Wie macht er das!?" Ronaldo sorgt für ungläubiges Staunen

Es war eine der wichtigsten Eigenschaften von Cristiano Ronaldo, die Manchester United bei Atalanta Bergamo vor der Niederlage bewahrte - sein unbändiger Wille.

Die Nachspielzeit lief bereits und es sah alles nach einer Niederlage für die Red Devils aus. Diese hätte den Absturz auf Rang 3 der Gruppe F zur Folge gehabt - und den Achtelfinaleinzug gehörig ins Wanken gebracht. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Dann kam der Auftritt von CR7: Der 36-Jährige wollte sich partout nicht geschlagen geben.

Er schnappte sich den Ball und lief los. Von der linken Seite dribbelte er in Höhe der Strafraumgrenze parallel zum gegnerischen Tor nach innen, verzweifelt auf der Suche nach einer guten Schussposition.

Solskjaer vergleicht Ronaldo mit Michael Jordan

Und er fand sie, wenn auch mit etwas Glück. Über Umwege landete der Ball bei Mason Greenwood, der diesen Ronaldo wiederum geistesgegenwärtig mit einer kurzen Fußbewegung volley vorlegte. Ronaldo fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und hämmerte den Ball zum 2:2-Endstand in die Maschen.

„Ronaldo ist unglaublich! Wenn es irgendjemanden gibt, von dem du willst, dass ihm der Ball in der letzten Minute vor die Füße fällt, dann ist es er“, schwärmte United-Coach Ole Gunnar Solskjaer bei BeIn Sport: „Er ist der größte lebende Torjäger!“

Doch nicht nur das: Um die ganze Größe des Moments zu beschreiben, griff Solskjaer zum Vergleich mit einer anderen Sport-Legende.

„Dieses letzte Tor, das muss so ein Michael-Jordan-Moment gewesen sein, wenn er Meisterschaften in der Overtime gewinnt“, meinte der Norweger und betonte: „Niemand kann die Einstellung und den Charakter dieser Spieler infrage stellen, sie geben niemals auf.“

Cristiano Ronaldo mit unglaublicher Tor-Statistik

Aufgeben scheint für Ronaldo seit seiner Rückkehr nach Manchester tatsächlich mehr denn je ein Fremdwort.

In elf Spielen hat der Portugiese neun Mal getroffen. Schier unglaublich: Alle neun Tore waren entweder Führungs-, Ausgleichs- oder Siegtreffer.

Bereits im Hinspiel gegen Bergamo erzielte der Portugiese in der Schlussphase den Siegtreffer, auch beim 2:1 gegen den FC Villarreal rettete er sein Team in der Nachspielzeit. Am Dienstagabend hatte er bereits das 1:1 gemacht, bevor er in der Nachspielzeit erneut zum Helden wurde.

Dementsprechend wurde Ronaldo von der englischen Presse einmal mehr gefeiert. „Ein weiterer Volley, eine weitere späte Rettung. Wie macht er das!?“, staunte die Daily Mail.

Die italienische Gazzetta dello Sport titelte hingegen: „Was für ein Hohn!“

Rio Ferdinand warnt vor Manchester City

In der Tat täuschte Ronaldos späte Heldentat über eine erneut durchwachsene Vorstellung der Red Devils hinweg.

Ohne die Treffer seines vor der Saison zurückgekehrten Superstars stünde United in der Königsklasse mit zwei Punkten am Ende der Gruppe F. So liegt das Team von Ole Gunnar Solskjaer mit sieben Zählern weiter an der Spitze. Der umstrittene Norweger selbst bekommt so etwas Zeit zum Atmen.

Womöglich aber nur bis zum Wochenende.

„Sie dürfen sich so eine Vorstellung am Samstag gegen Manchester City nicht erlauben“, warnte United-Legende Rio Ferdinand bei BT Sport: „Sonst werden sie mit drei, vier, fünf Toren abgeschossen.“

Cristiano Ronaldo: „Müssen uns verbessern“

Dass bei seiner Mannschaft noch gehörig Luft nach oben ist, wusste auch der Matchwinner selbst.

„Das war am Ende ein bisschen glücklich, aber das ist Fußball“, sagte Ronaldo, richtete sich aber auch an die Teamkollegen: „Wir müssen uns weiter verbessern. Wir müssen uns aneinander gewöhnen, aber das wird Zeit brauchen. Wir haben Zeit, uns zu verbessern und besser zu werden.“

Wie viel Zeit, das wird auch von den Ergebnissen der nächsten Wochen abhängen. Seinen unbändigen Siegeswillen sollte Ronaldo also besser möglichst schnell auch seinen Mitspielern einimpfen.

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