Ronaldos acht Turniere seit 2004: EM-Titel und Rooney-Ärger

Ronaldos acht Turniere seit 2004: EM-Titel und Rooney-Ärger

Seit 2004 hat Cristiano Ronaldo (33) mit Portugal kein großes Turnier verpasst. In Erinnerung blieb der EM-Titel 2016, aber auch der Ärger nach dem England-Spiel bei der WM 2006. - Der SID blickt auf alle acht Turniere des Cristiano Ronaldo:

EM 2004 - 6 Spiele, 2 Tore. Niederlage im Finale.
Ronaldo ist erst 19 Jahre alt, als er bei der Heim-EM als jüngster Spieler im Aufgebot Portugals steht. Im Eröffnungsspiel gegen Griechenland (1:2) erzielt er als Joker sein erstes Tor für die Selecao. Im Turnierverlauf erkämpft er sich einen Stammplatz neben Luis Figo und trifft auch im Halbfinale gegen die Niederlande (2:1). Im Finale wartet wieder Griechenland, das Team von Otto Rehhagel zerstört Ronaldos Titeltraum (0:1).

WM 2006 - 6 Spiele, 1 Tor. Platz vier.
Bei seiner ersten WM sorgt Ronaldo für mächtig Wirbel. Gegen den Iran erzielt er per Elfmeter sein erstes WM-Tor, doch in Erinnerung bleibt vor allem das Viertelfinale gegen England (3:1 i.E.). Weil Ronaldo vor dem Platzverweis gegen Wayne Rooney - bei Manchester United sein Teamkollege - den Schiedsrichter bedrängt und kurz darauf seinem Trainer Luiz Felipe Scolari zuzwinkert, wird er auf der Insel zum Buhmann. Im Halbfinale kommt das Aus gegen Frankreich (0:1), auch das Spiel um Platz drei gegen Deutschland (1:3) geht verloren.

EM 2008 - 3 Spiele, 1 Tor. Aus im Viertelfinale.
Ronaldo steht noch immer bei Manchester United unter Vertrag, als er mit Portugal zur EM in Österreich und der Schweiz fährt. Die Gruppenphase gelingt, Ronaldo trifft gegen Tschechien (3:1) mit einem Flachschuss und wird im dritten Spiel geschont. Im Viertelfinale folgt wieder einmal das Aus gegen Deutschland, diesmal mit 2:3.

WM 2010 - 4 Spiele, 1 Tor. Aus im Achtelfinale.
Ronaldo spielt nun für Real Madrid, mit jetzt 25 Jahren ist er erstmals bei einem Turnier Portugals Kapitän. Gegen Nordkorea erzielt er zwar den Treffer zum 7:0-Endstand, bleibt insgesamt aber hinter den Erwartungen zurück. Im Achtelfinale verliert Portugal mit 0:1 gegen den späteren Weltmeister Spanien.

EM 2012 - 5 Spiele, 3 Tore. Aus im Halbfinale.
Ronaldo wird nach dem Fehlstart gegen Deutschland (0:1) stark kritisiert. Fans provozieren ihn mit "Messi"-Rufen. Im dritten Gruppenspiel gegen die Niederlande (2:1) liefert er mit zwei Toren und zwei Pfostentreffern eines der besten Spiele seiner Karriere ab. Auch im Viertelfinale gegen Tschechien (1:0) trifft er per Kopf, ehe im Halbfinale gegen Spanien das Aus im Elfmeterschießen folgt. Wie 2004 wird Ronaldo in die Mannschaft des Turniers gewählt.

WM 2014 - 3 Spiele, 1 Tor. Aus nach der Vorrunde.
Ronaldos Hattrick beim Play-off-Sieg in Schweden (3:2) bringt Portugal überhaupt erst zur WM. In Brasilien geht er angeschlagen an den Start und enttäuscht über weite Strecken, vor allem beim 0:4 gegen Deutschland. Zwar erzielt er beim 2:1 gegen Ghana sein drittes WM-Tor, das Aus nach der Vorrunde kann er aber nicht verhindern.

EM 2016 - 7 Spiele, 3 Tore. Europameister.
Die Krönung. In der Vorrunde gelingt Portugal kein Sieg: Gegen Österreich (0:0) schießt Ronaldo einen Foulelfmeter an den Pfosten, wird aber mit 128 Einsätzen alleiniger Rekordnationalspieler seines Landes. Gegen Ungarn (3:3) rettet er sein Team mit zwei Toren in die K.o.-Runde, auch im Halbfinale gegen Wales (2:0) glänzt er mit einem Tor und einer Vorlage. Das Endspiel gegen Frankreich wird zum Drama. Ronaldo verletzt sich früh, wird zweimal behandelt und dann unter Tränen ausgewechselt. In der Verlängerung kehrt er auf die Bank zurück und wird zum "Co-Trainer" von Nationalcoach Fernando Santos. Eder trifft zum Sieg, Portugal und Cristiano Ronaldo sind Europameister.

WM 2018 - Bislang 2 Spiele, 4 Tore - ???
Gleich beim 3:3-Auftakt gegen Spanien erzielt Ronaldo alle drei Tore. Treffer bei vier WM-Endrunden waren zuvor nur Uwe Seeler, Miroslav Klose und Pele gelungen. Auch gegen Marokko (1:0) schießt er das Siegtor. Mit 85 Länderspieltreffern hat Ronaldo weltweit nur noch den Iraner Ali Daei (109) vor sich.