Von Ronaldinho versetzt: Brasilien-Star erklärt Karriereknick

Maximilian Lotz
Ronaldinho (l.) und Kleberson wurden 2002 gemeinsam Weltmeister

Beim WM-Triumph 2002 war der damals 23-Jährige einer der Shootingstars in der Selecao, beim 2:0-Erfolg im Endspiel gegen Deutschland bereitete er sogar ein Tor vor - doch die große Karriere blieb Kleberson verwehrt.

Eine Teilschuld daran trägt auch sein früherer Teamkollege Ronaldinho, wie Kleberson jetzt in einem Interview mit ESPN verriet.

"Ronaldinho sagte mir, dass er zu Manchester wechseln werde und er sagte mir immer wieder: 'Komm nach Manchester'", sagte Kleberson.

Ronaldinho bricht sein Versprechen

Dem Rat Ronaldinhos folgend, wagte Kleberson ein Jahr nach der WM den Schritt vom brasilianischen Klub Atletico Paranaense nach Europa und wechselte für rund neun Millionen Euro zu Manchester United - begleitet von Zweifeln. "Ich wollte wechseln, aber ich zögerte, weil ich kein Englisch sprach und bei United niemand war, der Portugiesisch sprechen konnte", gestand Kleberson.

Der Mittelfeldspieler vertraute daher dem Versprechen seines Kollegen Ronaldinho. "Er überzeugte mich, dorthin zu gehen - und dann kam er nicht", sagte Kleberson.


Ronaldinho hatte zwei Jahre zuvor den Sprung nach Europa zu Paris Saint-Germain gewagt, entschied sich dann aber gegen den versprochenen Wechsel zu ManUnited und ging stattdessen zum FC Barcelona. Während Ronaldinho dort zum Weltstar wurde, hatte Kleberson in Manchester weniger Glück.

Klebersons Odyssee ohne Happy End

Gleich in seinem zweiten Spiel setzte ihn eine Verletzung lange außer Gefecht. In zwei Jahren brachte er es auf lediglich 20 Einsätze in der Premier League, ehe er zu Besiktas weiterzog, aber auch dort nicht glücklich wurde.

Wegen eines Streits über nicht gezahlte Gehälter wurde der Vertrag vorzeitig aufgelöst. Seither pendelte er zwischen Engagements in Brasilien und den USA, ehe er im vergangenen Sommer seine Karriere beendete.