Ronald Koeman: "Giroud saß bereits in meinem Büro"

Der geschasste Everton-Coach nahm Stellung zu seinem Aus. Der Hauptgrund sei der Weggang Lukakus und der ausbleibende Ersatz für den Belgier gewesen.

Ronald Koeman hat sich erstmals zu den Gründen für sein Aus beim FC Everton geäußert. Schuld seien vor allem der fehlende Ersatz für Romelu Lukaku und das schwere Startprogramm gewesen. Ersteres hätte sich mit einem Transfer von Olivier Giroud beinahe erledigt, der Franzose saß sogar schon in der Geschäftsstelle der Toffees. Doch es kam anders. 

"Giroud saß bereits in meinem Büro. Es hätte perfekt gepasst, aber er entschied sich im letzten Moment, dass er lieber in London leben wollte", verriet Koeman im Interview mit Voetbal International. "Das war ein harter Schlag. Wo kann man einen besseren Stürmer herbekommen?"

Letztlich verpflichtete man Wayne Rooney und Sandro Ramirez für den Angriff - beide ganz andere Spielertypen als der der Belgier, den es zu Manchester United zog, wie auch Koeman betont: "Lukaku war nicht nur wegen seiner Tore so wichtig. Wenn unser Spiel mal nicht lief, wie es sollte, konnten wir auch einfach mal einen langen Ball auf ihn schlagen. Nun fehlte uns ein solcher Spieler. Rooney und Vlasic wollen lieber direkt angespielt werden."

Hammer-Programm zu Beginn

Ein weiterer Grund war - Koeman zufolge - das immens schwere Startprogramm. "Ich war im Urlaub als ich die E-Mail mit dem Plan erhielt. Fünf unserer ersten neun Spiele würden gegen Manchester United, Manchester City, Arsenal, Chelsea und Tottenham sein", so der Niederländer. "Mir war schon klar, dass es nicht einfach werden würde, vor allem, da wir in diesem Jahr auch noch in der Europa League spielten."

Die Liverpooler verloren trotz knapp 160 Millionen Euro Transferausgaben von den ersten neun Premier-League-Spielen fünf. Zudem misslang der Start in die Europa League völlig: In den ersten drei Partien konnte nur ein Punkt eingefahren werden. Nach dem Aus von Koeman übernimmt nun interimsweise David Unsworth den Tabellen-18.