Roman Weidenfeller kritisiert Einstellung bei Borussia Dortmund: "Zu viele Einzelinteressen"

Vor dem Derby gegen Schalke 04 schildert der langjährig BVB-Torhüter, warum es in den letzten Monaten bei den Schwarz-Gelben nicht wie gewünscht lief.

Borussia Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller hat sich selbstkritisch zur durchwachsenen Saison des BVB geäußert. Im Gespräch mit dem kicker erklärte der Vertreter von Stammkeeper Roman Bürki, dass die schwere Krise im Herbst und spielerisch teils dürftigen Leistungen auf das Konto der Spieler gingen.

"Die Mannschaft hat sich selbst bisher leider nicht gefunden. Niemand hat in dieser Saison konstant sein Top-Niveau bei uns erreicht", beschrieb Weidenfeller und nahm damit Ex-Trainer Peter Bosz und dessen Nachfolger Peter Stöger in Schutz.

Weidenfeller: Nach dem 4:4 "habe ich mich geschämt"

Mit deutlichen Worten schob er nach: "Ich hatte, um ehrlich zu sein, manchmal das Gefühl, dass es zu viele Einzelinteressen gab. (…) Wir müssen uns hinterfragen, ob wir alles für die Mannschaft und den Verein geben."

Weidenfellers Appell kommt wenige Tage vor dem Derby gegen Schalke 04. Im Hinspiel gegen den Erzrivalen hatten der BVB eine 4:0-Führung aus der Hand gegeben und am Ende nur einen Punkt geholt.

Eine Partie, an die der Weltmeister richtig schlechter Erinnerungen hat: "Als ich den Platz verließ, habe ich mich geschämt."