Roma-Sportchef klagt nach Champions-League-Aus gegen Liverpool: Finale müsste Bayern gegen Rom heißen

Die Roma fühlt sich nach dem Aus in der Königsklasse benachteiligt. Sportdirektor Monchi war nach der Partie ziemlich angesäuert.

Nach dem 4:2-Sieg gegen den FC Liverpool im Halbfinal-Rückspiel der Champions League, welcher der AS Roma nicht für den Einzug ins Finale reichte, hat Sportchef Monchi deutliche Kritik an Schiedsrichter Damir Skomina geübt. Außerdem deutete er an, dass auch der FC Bayern am Abend zuvor gegen Real Madrid nicht unbedingt bevorteilt worden sei.

Der Spanier im Anschluss an die Partie im Olimpico dem TV-Sender Mediaset Premium: "Die Fans machen jetzt vielleicht Witze, dass das Finale Bayern gegen Rom heißen müsste. Aber sie haben Recht.“

Klopp kann den Ärger bei der Roma nachvollziehen

Anlass für die Schiedsrichter-Schelte waren zwei Szenen aus der zweiten Halbzeit, in der den Italienern zwei mögliche Strafstöße verwehrt wurden.

Zunächst hatte Lorius Karius Roma-Torjäger Edin Dzeko regelwidrig im Strafraum gestoppt, Skomina entschied aber fälschlicherweise auf eine Abseitsstellung des Bosniers. Nach rund einer Stunde lenkte dann Trent Alexander-Arnold einen Schuss von Stephan El Shaarawy mit der Hand über das Tor, wieder blieb die Pfeife des slowenischen Unparteiischen stumm.

Der italienische Fußball müsse sich gegen diese "schockierenden" Ereignisse zur Wehr setzen, "es ist an der Zeit, dass wir unsere Stimmen erheben. Nicht nur die Roma, sondern auch Juventus, das gegen Real Madrid benachteiligt wurde", sagte Monchi weiter.

Der langjährige Manager des FC Sevilla forderte daher den Einsatz des Videobeweises in der Königsklasse. Roma-Präsident James Pallotta sah das genauso: "Es ist offensichtlich, dass der Videobeweis in der Champions League unentbehrlich ist, ansonsten drohen Blamagen wie diese. Man fällt ins Lächerliche. Das, was wir bei diesem Match gesehen haben, ist unannehmbar."

Liverpools Trainer Jürgen Klopp äußerte im Interview auf Sky Verständnis für den Unmut der Italiener: "Ich habe es nicht gesehen. Aber ich kann das verstehen, es würde mir ja nicht anders gehen, ich wäre auch nicht glücklich."