Rohstoffe: „Industriemetalle im Aufwind“

„Die Weltkonjunktur brummt“, sagt Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoffanalyse der Commerzbank, „und das stützt die Rohstoffpreise, vor allem die der Industriemetalle. So sieht er für 2018 weiter steigende Preise. „Zudem sind gerade viele Industriemetalle in Backwardation, es entstehen Gewinne beim Rolle von Terminkontrakten“, gibt er zu bedenken. Hintergrund dafür ist, dass sich die Indizes auf Rohstoffe in der Regel nicht auf die Spotpreise, sondern die Terminpreise beziehen. Beim Öl ist Weinberg vorsichtig: „Auf dem Markt ist immer noch ein Überangebot, da werden die Preise nicht viel weitersteigen, wenn es keine Krise gibt.“ Auch beim Gold lässt sich bei Weinberg keine Begeisterung feststellen: „Als Versicherung gegen große Krisen ist ein kleiner Anteil von Gold im Portfolio immer zu empfehlen, aber fundamental sind keine großen Preissprünge zu erwarten.“ Thomas Meyer zu Drewer, für das ETF-Geschäft der ComStage verantwortlich, empfiehlt vor diesem Hintergrund, die Investition in breite Rohstoffindizes: „Damit kann das das Gesamtrisiko reduzieren und Zusatzrenditen einfahren.“