Rodtschenkow-Anwalt kritisiert IOC: "Schwäche im Angesicht des Bösen"

Rodtschenkow-Anwalt kritisiert IOC: "Schwäche im Angesicht des Bösen"

Der Anwalt von Whistleblower Grigorij Rodtschenkow hat das IOC wegen der Aufhebung der Suspendierung des Nationalen Olympischen Komitees Russlands ROC harsch kritisiert. "Schwäche im Angesicht des Bösen führt nie zu guten Ergebnissen", teilte Jim Walden in einem Statement mit.
Das Internationale Olympische Komitee hatte Russlands NOK im Dezember des vergangenen Jahres wegen des Staatsdopingskandals rund um die Spiele vor vier Jahren in Sotschi suspendiert. Am Mittwoch, nur drei Tage nach dem Ende der Winterspiele in Pyeongchang, wurde das ROC wieder eingesetzt.
Walden teilte weiter mit, das IOC und Präsident Thomas Bach begegne "Russlands eklatanter Aggression mit Feigheit und Abwiegelung. Was Russland in Sotschi getan hat, war eine Sünde gegenüber Olympia und den sauberen Athleten."
Rodtschenkow, früherer Leiter des Moskauer Doping-Kontrolllabors, hatte die Aufdeckung des Dopingskandals ins Rollen gebracht. Der 59-Jährige lebt in den USA und befindet sich im FBI-Zeugenschutz. Walden hatte das IOC in den vergangenen Wochen wiederholt kritisiert und dabei auch den Rücktritt von Bach gefordert.