Rodel-Legende Georg Hackl: "Es ist apokalyptisch"

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Bob-Legende Georg Hackl zeigte sich im BR-Interview erschüttert über die Zerstörung der Eisbahn am Königssee. (Bild: 2018 Getty Images/Sebastian Widmann/Bongarts)
Bob-Legende Georg Hackl zeigte sich im BR-Interview erschüttert über die Zerstörung der Eisbahn am Königssee. (Bild: 2018 Getty Images/Sebastian Widmann/Bongarts)

Der Kreis Berchtesgardener Land wurde in den vergangenen Tagen schwer von den Unwettern getroffen. Unter anderem wurde dabei die traditionsreiche Eisbahn am Königssee zerstört. Der ehemalige Rennrodler Georg Hackl sprach nun in einem Interview über das Ausmaß der Schäden.

Die schweren Unwetter, die in den vergangenen Tagen unter anderem über den Kreis Berchtesgardener Land im Südosten Oberbayerns wüteten, haben tiefe Spuren hinterlassen. Nach starken Regenfällen hatten sich Sturzfluten über die Straße ergossen, zahlreiche Hänge rutschten ab. Zwei Menschen kamen ums Leben. Auch die traditionsreiche Bob- und Rodelbahn am Königssee wurde schwer beschädigt - eine Katastrophe für viele Wintersportler.

Statt Bobs, Rennrodel und Skeletons werden in diesem Winter nun also eher Baustellenfahrzeuge an der ältesten Kunsteisbahn der Welt unterwegs sein. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sprach nun auch die bayerische Rodel-Legende Georg Hackl über die Situation am Königssee. "Das, was wir an der Bahn erleben müssen, das ist apokalyptisch", erklärte der 54-Jährige. "Gott sei Dank ist niemand mit Leib und Leben zu Schaden gekommen", räumte Hackl ein. Trotzdem zeigte sich der frühere Profisportler entsetzt: "Da liegt Geröll, über ein, zwei Meter große Steine und Sand und Schlamm in der Bahn. Es ist unbeschreiblich."

"Apokalyptisch": Die legendäre Eisbahn in Königsee wurde völlig zerstört. (Bild: UWE LEIN/AFP via Getty Images)
"Apokalyptisch": Die legendäre Eisbahn in Königsee wurde völlig zerstört. (Bild: UWE LEIN/AFP via Getty Images)

Wohl kein Bahnbetrieb bis Winter 2022

"Der Bahnkörper selbst ist aus Beton, der hat vermutlich keinen so großen Schaden genommen. Das größere Problem wird sein, das Gebirge oberhalb der Bahn so abzusichern, dass ein sicherer Betrieb gewährleistet ist", so Hackl weiter. Nun heißt es abwarten, wie der einstige Olympia-Sieger meint: "Da harren wir jetzt auf ein geologisches Gutachten."

Bereits im Januar 2022 sollten wieder die Rodler zum Weltcup-Rennen in Berchtesgaden antreten. Kaum vorstellbar, dass die Bahn bis dahin wieder in Betrieb genommen werden kann. Thomas Schwab, der Generalsekretär des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), sagte zuletzt, er hoffe, "dass wir die Bahn bis Oktober 2022 wieder hinbekommen".

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