"Sie war ein Leuchtturm unseres Sports"

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"Sie war ein Leuchtturm unseres Sports"
"Sie war ein Leuchtturm unseres Sports"

Eine Rodel-Legende trauert um sein sportliches Wohnzimmer!

Die Unwetter-Katastrophe am vergangenen Wochenende hat auch die Sportwelt tief getroffen. Vor allem das Drama um die Lotto Bayern Eisarena am Königssee bewegt die Wintersportstars. (NEWS: Alles aus dem Wintersport)

Nun meldet sich bei SPORT1 auch Rodel-Legende Georg Hackl zu Wort und zeigt sich zutiefst erschüttert. Die Kunsteisbahn, auf der der gebürtige Berchtesgadener vier Weltcupsiege, WM-Bronze im Team und je einmal EM-Gold im Einsitzer und Team (je 1988) feierte, war quasi das sportliche Wohnzimmer des zweifachen Gesamtweltcupsiegers im Einzel.

„Sie war ein Leuchtturm unseres Sports“, beschreibt er die Bahn. „Sie war damals die modernste Bahn und war es nun nach dem Umbau wieder.“

Nach der Katastrophe hofft der 54-Jährige, dass „wir sie bald wieder betreiben können.“

Susi Erdmann: „Wichtig, dass niemand verletzt wurde“

Auch Susi Erdmann, die ebenfalls eine besondere Verbindung zu der Bahn hat, zeigt sich von den Geschehnissen entsetzt. „Wie diese Naturgewalt diese stabile Betonwand weggespült hat, das war schon Wahnsinn“, erklärt sie bei SPORT1.

Auch der Wiederaufbau der Bahn wird eine enorme Herausforderung. „Man weiß nicht, wo die Gelder herkommen“, sagt sie und fügt hinzu: „Das wird Auswirkungen ohne Ende haben.“

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Vor allem der Nachwuchs werde noch lange unter dieser Katastrophe leiden. „Das zieht alles einen Rattenschwanz nach sich.“

Aber bei allem Drama, das die Katastrophe im sportlichen Bereich ausgelöst hat, ist die siebenmalige Weltmeisterin für eines dankbar: „Wichtig ist, dass niemand verletzt wurde.“

Denn es gebe viele kritische Stimmen, dass alle nur an die Bobbahn und nicht an die Menschen denken würde. Aber „natürlich tun wir das.“ Auch sie habe gespendet und unterstützt, wo es in ihrer Macht stand.

Millionenschaden: Felix Loch pessimistisch

Wann es allerdings in Königssee wieder sportliche Bestleistungen zu bestaunen gibt, ist fraglich. BSD-Chef Schwab sprach von einem Schaden in „zweistelliger Millionenhöhe“.

Allerdings ließ er beim SID einen kleinen Funken Hoffnung erkennen. „Das ist dramatisch. Wir müssen nach vorne schauen und die richtigen Entscheidungen treffen.“ Wenn im kommenden Jahr im Oktober wieder gefahren werden könne, „ist alles gut“.

Deutlich pessimistischer zeigte sich Felix Loch. Der Rekordweltmeister könne sich nicht vorstellen, dass in einem Jahr alles wieder aufgebaut sei. „Ich fürchte, dass das drei oder vier Jahre dauert.“

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mit Sport Informationsdienst (SID)

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