Roche: Höhere Dividende - Rückenwind für die Aktie?

Marion Schlegel
1 / 2
Roche: Höhere Dividende - Rückenwind für die Aktie?

Der Pharmakonzern Roche sieht sich dank guter Geschäfte mit neuen Produkten weiterhin im Aufwind und auf Kurs zu seinen Jahreszielen. In den ersten neun Monaten steigerten die Schweizer den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf gut 39,4 Milliarden Schweizer Franken (knapp 34,2 Milliarden Euro). Schub kam vor allem von den neu auf den Markt gebrachten Medikamenten. Damit erfüllte Roche die Erwartungen der Analysten. Für das laufende Jahr bestätigte Konzernchef Severin Schwan die erst im Sommer erhöhten Prognosen: Auf Basis bereinigter Wechselkurse geht er weiterhin von einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Hauptwachstumsträger im Bereich Pharma seien die neu eingeführten Medikamente Tecentriq, Ocrevus und Perjeta. Besonders erfreulich seien die kürzlich erfolgten Zulassungen von Tecentriq, Gazyvaro und RoActemra in der EU, so Schwan. Zudem kündigte Roche an, die Dividende weiter erhöhen zu wollen. Derzeit gehört Roche mit einer Dividendenrendite von 3,3 Prozent zu den stärksten Dividendenzahler im Schweizer Index SMI.

Trotzdem büßt die Aktie von Roche am heutigen Donnerstag erneut mehr als ein Prozent ein und kommt damit dem im Juli markierten Zwischentief bei 238,10 Schweizer Franken recht nahe. Ohnehin ist die Aktie nach dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie bereits charttechnisch angeschlagen. Fällt das Papier nun auch unter diese Unterstützung, wäre dies ein weiteres negatives Signal. Den Kurs unter Druck gebracht haben Befürchtungen, dass die Umsatzeinbußen von Roche durch Biosimilars die zukünftigen Umsätze doch recht schnell und stark beeinträchtigen könnten. Zudem hatten Analysten bei Tecentriq noch etwas mehr erwartet. DER AKTIONÄR rechnet damit, dass sich Roche durch den einen oder anderen Zukauf verstärken wird und damit auch in Zukunft auf Wachstumskurs bleibt. Bis dahin bleibt die Unsicherheit jedoch bestehen. Interessierte Anleger sollten ein positives charttechnisches Signal abwarten.