Roche mit Doppelschlag zum Wochenschluss

Marion Schlegel
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Top-News für Roche: Aktie +5,5% - Kaufsignal in Sicht

Gleich zwei Meldungen liefen am Freitagmorgen bei Roche über den Ticker. Zum einen hat Roche eine Akquisition getätigt: Die Schweizer übernehmen mySugr, die mit über einer Million Nutzern weltweit zu den führenden mobilen Diabetesplattformen am Markt zählt. Sie wird damit ein wesentlicher Bestandteil der neuen patientenzentrierten digitalen Diabetesmanagement-Lösungen von Roche werden. Durch die Übernahme stärkt das Unternehmen seine führende Position im Diabetesmanagement.

„Wir freuen uns über diese Vereinbarung, weil wir mit der offenen Plattform eine einfache und zugängliche Lösung für Menschen mit Diabetes anbieten und so besser auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Wir wollen sie dabei unterstützen, ihre Blutzuckerwerte länger im idealen Bereich zu halten und ihre Lebensqualität zu verbessern“, so Roland Diggelmann, CEO von Roche Diagnostics. „Die seit 2014 bestehende Partnerschaft mit mySugr hat gezeigt, dass unsere Unternehmenskulturen perfekt zusammenpassen.“

Daumen hoch für Vedotin

Zudem meldete Roche einen weiteren Erfolg bei der Medikamenten-Entwicklung. Der Konzern hat von der europäischen Gesundheitsbehörde EMA den neu eingeführten PRIME-Status für seinen Produktkandidaten Polatuzumab Vedotin. Dieser ermöglicht ein beschleunigtes Zulassungsverfahren. Vedotin soll bei Patienten eingesetzt werden, die an einem rezidivierenden oder refraktären diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) leiden. Es handelt sich dabei um die häufigste und aggressivste Form des non-Hodgkin Lymphoms.

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie von Roche allerdings etwas angeschlagen. Anfang Juni hat das Papier deutlich nachgegeben, nachdem die Daten beim Brustkrebsmittel Perjeta nicht so gut ausgefallen waren wie erhofft. Analysten schraubten daraufhin ihre Umsatzschätzungen zurück. Wichtig ist es für die Aktie nun, dass die 200-Tage-Linie im Bereich von 244 Schweizer Franken erfolgreich verteidigt werden kann. Aus langfristiger Sicht ergibt die derzeitige Korrekturbewegung eine gute Einstiegschance. Zumal in der Pipeline von Roche noch einige neue Blockbuster-Kandidaten schlummern.