"Wie Roboter-Ballett": Ein Brandenburger hat ein Ticket für Elon Musks Giga-Party ergattert — so hat er die Veranstaltung erlebt

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Bereits Mittags tummelten sich hunderte Menschen vor der Autofabrik in Grünheide. Tausende Besucher werden zum Tag der offenen Tür auf der Baustelle der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla erwartet. Konzernchef Elon Musk hat extra per Twitter nochmal nach Brandenburg eingeladen. Um kurz nach zehn Uhr schrieb er: "Giga Berlin-Brandenburg Spaß-Party heute!" Bereits am Freitag landete er auf dem Hauptstadtflughafen BER.

https://twitter.com/elonmusk/status/1446751520909930496

Das Motto der Party ist "Jahrmarkt". Schon von weitem ist ein Riesenrad auf dem Gelände zu sehen. Die Polizei rechnete zunächst mit Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Autobahn 10 und am Gelände. Das Unternehmen rief Gäste auf, möglichst per Bahn zu kommen. Wer an dem Event teilnehmen will, braucht ein reserviertes Ticket, an denen es ein großes Interesse gab.

https://twitter.com/321FlaSpaceGirl/status/1446726770137387009

Von Staus oder lange Wartezeiten kann Mario Schulz nicht berichten. Der Brandenburger hat eins der begehrten Tickets ergattert. "Alles top organisiert", sagt er. Die Corona-Regeln würden strikt eingehalten. Wer keinen PCR-Test, einen Impf- oder Genesenennachweis präsentieren kann, muss draußen bleiben. Auf dem Gelände selbst herrscht in Innenräumen, am Eingang und auf den Toiletten Maskenpflicht.

Mario Schulz beim Tag der offenen Tür von Tesla.
Mario Schulz beim Tag der offenen Tür von Tesla.

Es finden auf dem Gelände auch Werksführungen statt. Neben dem Presswerk besichtigen die Besucher unter anderem die Batterieproduktion, die Endmontagehalle oder die Fertigungsroboter. Diese sind laut Schulz in auch Betrieb. Allerdings nur zur Show - sie produzieren also noch keine Teile. "Wie Roboterballett sah das aus", sagt er.

https://twitter.com/mikirede/status/1446935686439964672

Eine weitere Attraktion ist die Tesla-Teststrecke. "Das habe ich aber noch nicht ausprobiert", sagt Schulz. "Das ist ein riesiger Andrang." Für die Kinder gibt es Miniatur-Tesla, die sie in einem kleinen Parcours fahren können. Mehrere Foodtrucks bieten Essen aus vielen verschiedenen Ländern an.

Wer noch fehlt, ist der Tesla-Chef Elon Musk. Dieser soll laut Schulz auch erst am Abend dort erscheinen. Da ist Mario Schulz wahrscheinlich aber schon weg. Als echter Tesla-Fan würde sich Schulz nicht bezeichnen. "Mich beeindruckt aber die Person Elon Musk", sagt er.

Die Fabrik für E-Autos vor den Toren Berlins gilt als eines der wichtigsten Industrieprojekte in Ostdeutschland seit Jahren. Die Anlage könnte noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, hofft Tesla. Das Unternehmen hat allerdings noch keine abschließende umweltrechtliche Genehmigung vom Land Brandenburg. Tesla baut auf eigenes Risiko über vorzeitige Zulassungen. Eine Genehmigung gilt jedoch als wahrscheinlich.

Damit das Fest stattfinden darf, hat sich Tesla zwei Ausnahmegenehmigungen beim zuständigen Landkreis Oder-Spree eingeholt: Bis zu 9000 statt 5000 Besucher dürfen zeitgleich teilnehmen, und Tesla darf die Großveranstaltung organisieren, obwohl die Baustelle im Trinkwasserschutzgebiet liegt. Der Landkreis hält die Planungen für geeignet, dass die Corona-Verordnung ansonsten eingehalten wird und sieht auch keine Gefahr für das Schutzgebiet.

mit Material der DPA

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