Robert Timm: Razzia bei Berlin-Chef der Identitären Bewegung

Robert Timm bei einem Interview am Rande der Identitären-Demo in Gesundbrunnen am 17. Juni

Razzia bei Robert Timm, Regionalleiter Berlin-Brandenburg der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft durchsuchten Beamte der Kriminalpolizei am Mittwoch die Wohnung des 26-Jährigen und beschlagnahmten Unterlagen und Datenträger.

"Wir ermitteln wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz", sagte Oberstaatsanwältin Petra Hertwig den "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Konkret gehe es um eine Aktion der "Ortsgruppe Cottbus" der Identitären auf dem dortigen Altmarkt am 4. Juli. Mitglieder der Identitären hatten damals Pfefferspray an Frauen verteilt, damit diese sich gegen vermeintlich kriminelle Ausländer wehren könnten. Laut Vorwürfen der Staatsanwaltschaft soll Timm Veranstalter der nicht angemeldeten Versammlung gewesen sein. Bei einer Verurteilung droht dem Identitären-Chef eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

Timm, der mit weiteren Identitären gerade eine Anti-Flüchtlingsaktion im Mittelmeer beendet hat und mit der Crew des Bootes "C-Star" auf Malta festsitzt, kommentierte die Durchsuchung via Twitter.

Ende Juni war Timm während eines Interviews für einen TV-Sender vor einem Kreuzberger Dönerladen an der Wrangelstraße mit Reizgas angegriffen und ins Gesicht geschlagen worden.

Bild Nr. 1:
Crew-Mitglieder an Bord der gecharteten "C-Star" im Mittelmeer. Robert Timm ist der zweite von links. Twitter/DefendEuropeID

Die Identitäre Bewegung hatte in den vergangenen Monaten mit mehreren Aktionen für Aufsehen gesorgt. Im vergangenen August stiegen Mitglieder der "Identitären" auf das Brandenburger ...

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