Robben spricht von Rücktritt aus der Elftal

Martin van de Flierdt

Laufen die abschließenden WM-Qualifikationsspiele der niederländischen Nationalmannschaft gegen Weißrussland (Sa., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) und Schweden (Di., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) nicht wie gewünscht, dann droht Oranje der Rücktritt eines der letzten Vertreter der großen Generation, die zwischen 2004 und 2010 international für Furore sorgte.

"Alles kann passieren, aber das habe ich schon vorher gesagt", sagte Arjen Robben nach seiner Ankunft im Trainingscampß der Elftal in Huis ter Duin im Gespräch mit Telesport VDNG. "Darüber werde ich jetzt keine Aussage machen. Und auch nicht nach dem Spiel, was auch immer passiert. Die Frage danach können Sie sich also getrost sparen."


Die Niederländer liegen vor dem Qualifikationsfinale vier Zähler hinter Frankreich und drei hinter Schweden auf Platz drei der Gruppe A. Angesichts der deutlich schwächeren Torbilanz muss Oranje auf Ausrutscher von Frankreich in Bulgarien und gegen Weißrussland oder Schweden in Luxemburg hoffen, wenn bei eigener Optimalausbeute von sechs Punkten noch Tabellenrang zwei und damit die Teilnahme an den WM-Playoffs herausspringen soll.

Robben: "Elftal das Schönste, was es gibt"

Robben, der derzeit auch beim FC Bayern nicht vom Erfolg verwöhnt ist, liegt die Elftal allerdings nach wie vor am Herzen – auch wenn sie nach der EM in Frankreich nun auch die WM in Russland verpassen sollte.

"Ich komme schon seit 14 Jahren zur Nationalmannschaft. Mit viel Freude und einem großen Ehrgefühl. Das ist das Schönste, was es gibt", sagte er. " Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich bei der Hymne auf dem Feld stehe. Dann willst du alles geben, das ist einfach so."

Oranje früher ein Genuss, jetzt "etwas schwieriger"

Dass sich der 33-Jährige auch im Falle des Ausscheidens weitere zwei Jahre voll engagieren wird, gilt in den Niederlanden nicht zuletzt wegen seines fortschreitenden Alters dennoch als unwahrscheinlich.

"In den letzten Jahren ist es schon etwas schwieriger", gibt Robben zu. "Davor war es wirklich ein Genuss. Wir haben die Spiele in Serie gewonnen."