Robben

Als Arjen Robben in der 55. Minute den Foulelfmeter gegen Wolfsburg-Keeper Koen Casteels vergab, fühlte er sich an ein ganz bitteres Ereignis erinnert.

"Mein letzter verschossener Elfmeter war im Champions-League-Finale 2012", sinnierte der 34-Jährige. Damals, im Endspiel gegen den den FC Chelsea, gehörte Robben zu den Schützen im verlorenen Elfmeterschießen.

Doch im Gegensatz zum verlorenen "Finale dahoam" hatte der Niederländer dieses Mal nichts zu beklagen. Im Gegenteil: Der verschossene Strafstoß erwies sich beim 2:1-Sieg der Münchner in Wolfsburg letztlich als Randnotiz.

Das lag zu großen Teilen an Robben selbst, der einmal mehr Eigenwerbung in Sachen Vertragsverlängerung betrieb. Mit seinen unermüdlichen Vorstößen auf der rechten Außenseite erwies er sich als entscheidender Akteur auf dem Weg zum letztlich verdienten Sieg der Münchner.

Die Bilanz liest sich jedenfalls so, als sollten die Bayen-Verantwortlichen ihm lieber heute als morgen den Stift für seine Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier hinhalten.

87 Mal war Robben in Wolfsburg am Ball, er bestritt bei den Bayen die meisten Zweikämpfe (30, davon 16 gewonnen) und war an den meisten Torschüssen beteiligt (4 Torschüsse, 5 Torschussvorlagen). Das 1:1 bereitete Robben vor, den Elfmeter zum 2:1 holte er heraus.

der einzige, der von Heynckes Rotation ausgenommen war? Natürlich Robben, der die vergangenen drei Pflichtspiele jeweils 90 Minuten durchspielte.

Robert Lewandowski hat die letzten 17 Bundesliga-Elfmeter alle verwandelt und stellte damit den Serien-Rekord von Jörg Butt ein.